Neuseeland – und um uns ist es ruhig geworden

Jetzt sind wir schon seit ca. 6 Wochen in Neuseeland und haben keinen Beitrag geschrieben.

Algies Bay nördlich Auckland

Wir haben uns nach guten 2 Monaten Asien dann doch sehr auf Neuseeland gefreut. Einerseits endlich wieder selber kochen und westliche Artikel im Supermarkt, was die Essensfrage für die Kinder deutlich einfacher macht. In Asien war es am Ende außer Fried Rice und Frühlingsrollen nur noch Fruchtsmoothies oder Chicken Nuggets mit Pommes, gelegentlich noch Pizza.

Jetzt haben wir unsere eigene kleine Küche im Wohnmobil und können den Kindern wieder Gerichte zubereiten, die sie gerne mögen. Damit ist das quengeln und die schlechte Laune auch etwas zurückgegangen. 😉

Aber auch das Schreiben von Blogbeiträgen ist zurückgegangen. Plötzlich kümmern wir uns eben wieder mehr um Alltagsthemen wie Essenszubereitung, das Wohnmobil in Ordnung zu halten, aber auch Routenplanung, Stellplätze suchen und fahren zu neuen Locations. Das füllt den Alltag ganz schnell.

Und so sind wir von Auckland nach Norden gestartet und außer über WhatsApp Status und Instagramm hat man kaum was mitbekommen. Unsere Stationen sind in unserem „Travel Log“ zusammengefasst.

Schnell haben wir gemerkt, dass wir nicht nur zu neuen Locations reisen wollen, sondern auch unsere Hobbies wie Bergwandern und Mountainbiken wieder verstärken wollen, was in Asien kaum möglich war.

Im Waitangi Nationalpark (dem Gründungsursprung des heutigen Neuseelands, wo die Vereinbarung zwischen den Siedlern und Māori getroffen wurde) haben wir uns das erste Mal seit langem wieder auf ein MTB gesetzt und tolle Trails in teilweise karger gerodeter aber auch üppiger Regenwaldlandschaft genossen. 😊

Da wurde uns noch mal deutlicher bewusst, wie sehr uns das Biken gefehlt hat.

Deshalb kam der Plan auf die Bikeparks systematisch bei der Routenplanung zu berücksichtigen.

So haben wir dann auch ganz viel Zeit in Rotorua zugebracht, wo es neben den Geothermal Parks auch wunderschöne Trails im Bikepark gibt.

Travel log

15.-17.01.25 Kiwi Airport Hotel Auckland

150 McKenzie Rd
Māngere Bridge
Auckland 2022
New Zealand

17.-19.01.25 Arataki Visitor Center (17$/night)

300 Scenic Dr North
Nihotupu
Auckland 0604
New Zealand

19.-20.01.25 Freedom Camping Algies Beach

30 Gordon Craig Pl
Algies Bay
Warkworth 0920
New Zealand

20.-22.01.25 Top 10 Holiday Park Whangarei

22.-23.01.25 Freedom Camping Whangarei Heads Reotahi

25 Beach Rd
Whangārei Heads 0174
New Zealand

23.-24.01.25 Freedom Camping Whangarei Heads Mt. Manaia Track Car Park

2129 Whangarei Heads Rd
Whangārei Heads 0174
New Zealand

24.-25.01.25 Freedom Camping Whangarei Reed Memorial Kauri Park

142 Paranui Valley Rd
Tikipunga
Whangārei 0112
New Zealand

25.-27.01.25 Top 10 Holiday Park Paihia

1290 Paihia Rd
Paihia 0200
New Zealand

27.-29.01.25 Freedom Camping Waitangi at car parking of Copthorne Hotel

Tau Henare Dr
Waitangi
Paihia 0200
New Zealand

29.-30.01.25 Matauri bay Holiday Park

1751 Matauri Bay Rd
Matauri Bay
Kaeo 0478
New Zealand

30.-31.01.25 Freedom Camping Mangōnui Lions Park

36 Waterfront Rd
Mangōnui 0420
New Zealand

31.01-01.02.25 Freedom Camping Doubtless Bay Tokerau Beach Freedom Camping

North Island / Te Ika-a-Māui
New Zealand

01.-03.02.25 Top 10 Holiday Park Ahipara

170 Takahe Rd
Ahipara
Kaitaia 0481
New Zealand

03.-04.02.25 Opononi (25$/night) at car park of Manea Footprints of Kupe

41 Hokianga Harbour Dr
Opononi 0473
New Zealand

04.-05.02.25 Waipoua Forrest Top 10 Holiday Park Kauri Coast

7 Opouteke Rd
Kaihu 0379
New Zealand

05.-06.02.25 Valley Vista Eco Retreat, 233 Baldrock Rd, Kaiwaka 0587

06.-07.02.25 Freedom Camping Omana CSC Parking Area (Maraetai)

Auckland 2018
New Zealand

07.-08.02.25 Thames Danby Fields: Freedom Camping, 37,14200° S, 175,54203° O

08.-09.02.25 Hot Water beach: Top 10 Holiday Park (unpowered 136$/night)

09.-10.02.25 Waihi Beach: Freedom Camping

287 Seaforth Rd
Bowentown
Waihi Beach 3177
Neuseeland

10.-14.02.25 Campground Mountain Bike Rotorua, Waipa State Mill Rd (25$/night)

14.-15.02.25 Top 10 holiday Park Cambridge (136$/night)

32 Scott St
Leamington
Cambridge 3432
Neuseeland

15.-16.02.25 Campground Mountain Bike Rotorua, Waipa State Mill Rd (25$/night)

16.-17.02.25 Orakai Korako Cave & Geothermal Park

494 Orakei Korako Rd
Ohakuri
Reporoa 3083
New Zealand

17.-22.02.25 Freedom Camping Taupo Bike Park gegenüber fourB Bikeshop

413 Huka Falls Rd
Wairakei
Taupō 3384
New Zealand

22.-23.02.25 Freedom Camping Napier Pumptrack

802A Highway 51
Napier 4110
New Zealand

23.-25.02.25 Freedom Camping Clive

35 Ferry Rd
Clive 4102
New Zealand

25.-26.02.25 Freedom Camping Napier Pumptrack

26.-27.02.25 Freedom Camping Clive

27.-28.02.25 Freedom Camping Napier Perfume Point Carpark

46 Nelson Quay
Ahuriri
Napier 4110
New Zealand

28.02.-02.03.25 Whakapapa Holiday Park Tongariro National Park

State Highway 48
Whakapapa Village
Mt Ruapehu 3951
New Zealand

02.-03.03.25 Freedom Camping Motutere Beach Lake Taupo

707 Highway 1
Motutere
Turangi 3382
New Zealand

03.-09.03.25 Wwoofing bei Isabell in Wairakei,

I. Meyer
30 Maire Street
Wairakei 3332
New Zealand

09.-11.03.25 Campground Mountain Bike Rotorua, Waipa State Mill Rd (25$/night)

11.-12.03.25 Top 10 holiday Park Cambridge (136$/night)

12.-14.03.25 Naumi Airport Hotel Auckland

14.03.25 Abflug nach Los Angeles

2 Monate Asien

Wenn ihr mich fragen würdet, wie lang wir schon unterwegs sind, würde ich antworten 5-6 Monate. Dass es erst 2 Monate sind, zeigt vielleicht, wie intensiv und mit unendlich vielen neuen Eindrücke die Zeit gefüllt ist!

Wir sind aktuell in Vietnam – in Hanoi. Wir haben unsere Reiseroute etwas verändert. Immer wieder mit der Frage, wie wollen wir es haben – was ist jetzt dran!?

Wir fliegen in 5 Tagen weiter nach Neuseeland. Das ist jetzt dran! Ins Wohnmobil – in die Natur. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich grad ein bisschen Asien-müde bin. Das Leben hier ist anders – ich finde es ist komplett anders. Gerade erleben wir Hanoi. Es ist laut und gleichzeitig fasziniert die Lebensweise hier so sehr. Es hat eine tolle Altstadt mit so kleinen und schmalen Häusern, die Gehwege zugeparkt mit Roller. Das Leben findet ab morgens zum großen Teil auf der Straße statt. Wobei ich mich immer frage, wo sind denn die Kinder? Das habe ich mich schon in Thailand gefragt – wo sind die Kinder? Ich sehe wenige, in Thailand noch mehr als hier. Aber in Summe wenig. Alle in der Betreuung. Vielleicht ein Grund mehr, warum so viele Einheimische das Zählen anfangen, wenn wir an ihnen vorbei laufen. Und rufen „oh big Family“ und meistens dabei lächeln oder ungläubig schauen.

Ich fühle mich hier etwas auffallend exotisch. So werden wir auch oft beobachtet. Und gerade nach Bangkok und Hanoi fühle ich mich von der Lautstärke, der Luft und der Dynamik etwas gestresst. Angehubt wurden wir schon zig mal, gebremst wird hier seltenst!
Ich liebe lange Fahrten, an denen ich aus dem Fenster schauen kann und das Land sehe. Leider finden unsere Kinder die Fahrten nicht immer so toll und das Streitpotenzial steigt manchmal extrem hoch.
Ich freue mich wieder auf das eigene Kochen. Nach so vielen Nächten in Appartement (ohne Herd) und Hotelzimmern, mag ich grad keine Essensläufe mehr machen. Immer wieder die Frage, was bekommen wir und was schmeckt den Kindern – grad hier in Vietnam finden sich die Kinder nicht wirklich zurecht. Immerhin mag Jona jetzt Reis 😅.

ja, auch die Gerüche sind andere. Überall riecht es, meistens nach Essens- und Kochgerüchen, aber eigentlich nach der ganzen Stadt. Es riecht irgendwie immer nach irgendetwas. Auch das so anders als zu Hause.

Alle Sinne werden gefordert und gleichzeitig auch erfüllt mit neuen Eindrücken. Die Kinder beobachten oft staunend oder eben auch mal überreizt oder wir erleben im Nachhinein, wie sie was wahrgenommen haben. Wir erleben hier eine komplett andere Welt und ich freue mich über die Eindrücke und über das, was noch auf uns wartet!

Was uns immer alle begeistert, sind die Begegnungen mit den Tieren um uns herum. Seien es die Hunde in Thailand oder die babykatze an der trainRoad, die Warane oder eben auch mal die ein oder andere Schlange und Skorpione… alles dabei.


Noch ein kleiner Aufruf:

wir suchen ein gebrauchtes Wohnmobil in Deutschland mit 6 Sitzplätzen – weiß jemand was?

weitere Fotos folgen noch – das WLAN ist etwas schwach 😅

„Langeweile und Gruppendynamik im Paradies“

Viele träumen vom Urlaub in Thailand als einem Aufenthalt im Paradies.

Wir waren schon mehr als 6 Wochen an verschiedenen Orten mit den unterschiedlichsten Stränden von Phuket bis Koh Phangan, wunderbarer Natur im Nationalpark Kao Sok und Erleben der Kultur, Märkte, Straßen, Tempel, …

Allerdings musste ich für mich feststellen, dass bei mir ein gewisses Gefühl von Langeweile aufkam, so ohne Aufgabe, Verantwortung und Struktur. Doch schnell ergab sich Abhilfe.

Unser Strand war ca. 100m neben unserem Hotel von einem kleinen Bachlauf zerteilt, der bei Regen zu einem mehr als einen halben Meter tiefen reißenden Wasserlauf anstieg.

Und dieser Bachlauf nagte im Zusammenspiel mit der Flut massiv am Strand, dass es nur noch 2 Meter Strand waren, bis die erste Hütte von den Massagedamen in Schieflage geraten wäre.

So wuchs in mir die Idee, den Bachlauf zu verlegen und den Strand bzw. auch die Massagehütte zu „retten“.

Zu der Aktion „Staudamm und Flussverlegung“ konnte ich überraschender Weise sogar mal alle unsere Kinder gewinnen, sogar Lina unsere Älteste der Mädls.

Und dann ging es los: bewaffnet mit Sandeimer und schaufeln von Jona unserem Jüngsten 4,5 Jahre) fingen wir an einen Kanal zu graben und gleichzeitig den alten Verlauf zu stauen. Viel Erdbewegung mit minimalen Werkzeug – und die Strömung arbeitete massiv gegen uns.

Doch dann griff die Gruppendynamik um sich. Erst „schlich“ ein weiterer Strandbesucher um unsere Baustelle herum und als ich in fragte, war er gleich mit dabei.

Als die Massagefrauen den potenziellen Nutzen erkannten, brachten sie uns eine Schaufel von der benachbarten Hotelbaustelle.

Und es steckte weiter an. 2 weitere Pärchen kamen dazu. Entweder war nicht nur mir „langweilig“ oder aber Staudamm und Flussverlegung machen kleinen und großen Kindern Spaß. 🤩

Und so gelang es uns nach einigen Rückschlägen und weiterer Unterstützung der Massagefrauen, die noch Bretter brachten, den Flusslauf wirklich zu verlegen.

Improvisierter Staudamm
Der Beginn

Aber so ein Projekt ist ja nicht mit einer einmaligen Verlegung getan, zumal nach jeder Flut der Verlauf wieder etwas anders ist.

Darum konnte ich die nächsten Tage bei ablaufendem Wasser immer die Instandhaltungs-, Stabiliserungs- und Weiterentwicklungsmassnahmen durchführen, bis wir schließlich mit einigen Sandsäcken eine dauerhafte Lösung hinbekamen. 😊

Geschafft! ☺️
Alles weitere liegt an der Natur und den Menschen vor Ort …

Erschwerte Bedingungen zum Einkaufen und Fortbewegen

Bei uns regnet es seit Tagen, nahezu ohne Unterbrechung und richtig stark.

Gang zum Strand mit unserem temporären neuen Familienmitglied – der Hund hat den Namen Brownie bekommen

Blick aus unserem Hotelfenster

Jetzt verwandeln sich alle Wege und Straßen zunehmend in Sturzbäche, aber die Menschen nehmen es gelassen.

Der Zugang zu unserem Standardsupermarkt ist nicht mehr trockenen Fußes möglich.

Wo ist die Straße geblieben? 😉
Scheint häufiger vorzukommen, die Menschen sind gerüstet

Liebe Freunde, Bekannte und unbekannte Interessierte,

Wir, eine 6-köpfige Familie mit unseren 4, 7, 9 & 11 Jahre alten Kindern sind jetzt seit ca. 3 Wochen unterwegs auf unserer 2. Weltreise. 

Gestartet über Doha/Katar mit 2 Tagen Stopover sind wir inzwischen seit 3 Wochen in Thailand an verschiedenen Locations. 

Einige von euch folgen uns wahrscheinlich schon über unseren Reise-Blog (https://kallmeyer.world) und WhatsApp Status. 

Alle die es noch nicht tun, sind herzlich eingeladen. 

Unsere Handynummern für den WhatsApp-Status sind Lena +49-163-4745971 und Olaf +49-177-2893105. 

Wir teilen hier unsere Erlebnisse, dass Familie, Freunde aber auch jeder Interessierte Eindrücke, Tipps und unsere Reise mitbekommen kann und schreiben gerne für euch. 

Wir freuen uns, wenn ihr diese Nachricht und den Link auf unseren Reise-Blog an möglichst viele Menschen weiterleitet (z.B. alle, die ihr kennt), um viele Menschen teilhaben zu lassen. 

Es gab auch bereits 2 Zeitungsartikel über unsere Reise. 

Und wir würden uns freuen, wenn jeder, der sich über unsere Berichte freut, selbst daraus Anregungen und Tipps mitnehmen kann oder uns einfach ein wenig unterstützen möchte und einen kleinen Beitrag zukommen lässt. Wenn ihr diese Nachricht an ganz viele Menschen weiterleitet und uns nur ein paar auch nur 1€ zukommen lassen, kann uns das auf unserer Reise schon ein Stückchen weiterhelfen. 

Am einfachsten könnt ihr uns über Paypal an olaf.kallmeyer@gmx.de

oder an IBAN DE57 7025 0150 0027 2555 38 (BIC BYLADEM1KMS; als Verwendungszweck gerne eure Email, dass wir uns bedanken und euch in unseren Verteiler aufnehmen können) euren Beitrag einmalig oder auch zwischendrin mal wieder zukommen lassen. 

Wir werden weiterhin berichten und euch hoffentlich eine spannende Schilderung unserer Erlebnisse und Eindrücke zukommen lassen. 😊

Liebe Grüße,

Olaf & Lena mit Family on Tour 

Bestellt und nicht abgeholt

Heute geht’s weiter. Auf dem Rückweg vom Obststand, wo wir uns unseren täglichen Früchte-Smoothie geholt haben, bin ich noch am Taxistand vorbei, um für die Weiterfahrt einen Toyota Commuter (Bus mit 11 Sitzplätzen und genügend Platz für unser Gepäck 🤣) zu ordern.

Fahrzeug, Abholzeit und Preis waren schnell verhandelt. 15 min später war der Fahrer bei uns vor dem Hotel 👍🏻.

Doch leider kein Toyota Bus, sondern ein Pickup mit Dach über der Ladefläche und Sitzbänken drauf.

Vorgestern waren wir mit so einem Ding im Ort unterwegs und haben noch gewitzelt, wie es wäre die (längere Überlandfahrt) Fahrt in den Khaosok Nationalpark mit so einem Gefährt zu machen. Vernunft, also mangelnde Sicherheit, mangelnder Komfort und zu wenig Stauraum für unser Gepäck 🧳 haben uns diesem Plan gleich über Bord schmeißen lassen.

Doch dann wollen wir zum Taxi, und was steht da, ein offener Pritschenwagen! 😏

Aber Thailand wäre nicht Thailand, könnte man darüber nicht sprechen.

Angesprochen, erklärt und schon hängt sich der eifrige und hilfsbereite Fahrer ans Telefon. 2 Minuten später ist klar, wir bekommen unseren Toyota Commuter.

Bestellt, aber (noch) nicht abgeholt

Und 20 min. später ist er auch da und die Fahrt geht los.

Kurz nach der Abfahrt frage ich dann den Fahrer, ob er weiß, wo wir hinwollen? Die eindeutige Antwort: Nein 🤣

Darauf hin zeigen wir ihm erstmal unser Handy mit dem in Englisch geschriebenen Hotelnamen, wenige Minuten später zeigt er uns sein Handy mit einer Hoteladresse auf Thailändisch und nach ein wenig hin und her Diskussion glauben wir, dass er die richtige Adresse haben könnte. Jetzt fahren wir und sind gespannt, wo wir später raus- bzw. ankommen.

Seit 11. November sind wir in Thailand …

Doha war ursprünglich nur Stopover auf dem Weg nach Thailand. Jetzt sind wir nach zweieinhalb Wochen gut angekommen und gewönnen uns langsam an das Land, das Klima, die Magen Darm Probleme und den Müll speziell in Chalong.

Thailand kommt uns ein wenig schizophren vor. Einerseits wunderbar freundliche Menschen voller Vertrauen. Die Strandverkäuferin hat uns die Sachen einfach mitgegeben, obwohl wir kein Geld dabei hatten und darauf vertraut, dass wir ihr das Geld später vorbeibringen.

Eine wunderbare Natur mit tropischem Regenwald, glasklarem Wasser und weißen Stränden zum Schnorcheln.

Similan Islands
Fahrt nach Ko He
Schnorcheln am Banana Beach auf Ko He

Und andererseits überall Plastik, die Einkaufstüten in weiteren Plastiktüten und der Müll überall um uns herum auf den Straßen und überall in der Landschaft und Natur – echt erschreckend, wie wenig Bewusstsein und Sorgfalt bei den Menschen vor Ort für die Schönheit der Schöpfung, in der sie leben zu herrschen scheint.

Hühnerzucht auf thailändisch

Wenn man einen Rucksack für den Einkauf dabei hat, wird man trotzdem 3 mal gefragt, ob man Plastiktüten haben möchte.

Und dann findet man auf den Inseln in den Nationalparks andererseits Hinweisschilder keine Einweg-Plastikverpackungen zu nutzen. 😉

Aber das Land macht Spaß. Herrliche Strände, üppige Natur und unglaublich nette und hilfsbereite Menschen. Sprachprobleme gibt es nicht, da durch freundliches aufeinander zugehen und notfalls eine Übersetzungs-App alle Barrieren überwunden werden.

Und die Kultur und Religionen sind überall präsent. Der Big Buddha bei Phuket/Chalong vielleicht mehr für die Touristen.

Big Buddha Chalong
Wat Chalong

Exkurs – Leben am Rande der Konventionen und (staatlichen) Regelungen

Viele Freunde und Bekannte sind vor unserem Start auf uns zugekommen: wie macht ihr das? Weltreise mit 3 schulpflichtigen Kindern!?! Und was ist danach mit eurer Existenz? Und später im Alter? Und ist euch die Schulbildung eurer Kinder nicht wichtig?

Viele Fragen, die Ängste und Denken in den gewohnten Strukturen zum Ausdruck bringen.

Und wenn man in diesen Systemgrenzen denkt, auch vollkommen berechtigt, sich solche Gedanken zu machen.

Aber wir haben uns für einen anderen Weg entschieden: uns nicht durch gesellschaftliche Normen und Strukturen einschränken zu lassen, sondern unseren eigenen Weg zu finden.

Und das fing mit der grundlegenden Frage nach der Schulpflicht an. Diese stellen wir auch grundsätzlich nicht in Frage. Trotzdem wollten wir über den Rahmen der Schulferien hinaus auf Reise gehen.

Und da gibt es mehrere Optionen:

  1. Temporäre Befreiung der Kinder aus der Schule. Da aber die Schule der Kinder noch neu ist, sich noch in der Phase des Aufbaus und Etablierung befindet, war dies seitens der Schule nicht möglich.
  2. Umsiedeln nach Österreich oder ein anderes Land, dass Unterrichtspflicht anstatt Schulpflicht hat. Wo man also selbst ortsunabhängig unterrichten kann. Das war ein möglicher Weg, wir haben uns aber aus verschiedenen Überlegungen für einen anderen Weg entschieden, u.a. da wir dann einen Wohnsitz in Österreich hätten gründen müssen.
  3. Wir haben uns für die uns bekannte 3. Alternative entschieden. Wir haben uns und die Kinder in Deutschland abgemeldet und reisend gemeldet. Damit fallen wir aus der Schulpflicht in Deutschland raus. Es hat aber auch weitere Konsequenzen. U.a. gibt es dann eben auch kein Kindergeld mehr. Aber das nehmen wir in Kauf.

Allerdings wollen wir auch nicht auf die Schulbildung unserer Kinder verzichten. Unser Ziel ist es, dass die Kinder in der Klassenstufe weitermachen können, wo sie dann altersmäßig sind.

Ob uns das gelingt? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass unsere Kinder beim Reisen ganz viel lernen. Sie setzen sich mit dem Organisieren des Reisens, mit dem Einfinden und Zurechtfinden an neuen Orten und in neuen Strukturen aus einander. Sie begegnen Menschen anderer kultureller Herkunft und Sprache und sie lernen, das es mehr als Christentum, europäischen Reichtum und die deutsche Sprache und Kultur gibt. Das es manchmal schwierig und einschränkend ist, sich in einem neuen Umfeld und einer fremden Kultur zu bewegen, aber dass das ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung ist, sich auf die fremden Rahmenbedingungen einzulassen und damit klar zu kommen.

Und gerade beim Essen ist das von Tag zu Tag wieder eine Herausforderung: das schmeckt aber anders als zuhause, das schmeckt mir nicht! Ich will Pizza und Pommes.

Und ja, wir lassen unsere Kinder nicht verhungern. 😉

Aber freuen uns über jeden Anlauf von ihnen, mal was Neues und Fremdes zu probieren. Und werden immer mal wieder positiv überrascht. ☺️

Aber heute machen wir auch mal einen Abstecher zum „Goldenen M“, um ihnen ein wenig bekannten Geschmack zu gönnen.

Hinsichtlich der anderen Vorbehalte, Einschränkungen und Fall backs. Ja, es fehlen dann ein paar Monate in der Rentenkasse. Aber wo man eh schon nicht viel gesetzliche Rente bekommt, kommt es aus unserer Sicht auf die fehlenden Einzahlungen einzelner Monate auch nicht mehr drauf an.

Doha/Katar – für uns eine ganz fremde Welt (08.-10.11.24)

In Deutschland und Europa leben wir eng mit verschiedenen Kulturen und Religionen zusammen und doch fühlt es sich völlig anders und auch fremd an in einem streng muslimischen Land anzukommen und dort unterwegs zu sein.

Es ging schon zuhause mit den Fragen der Kinder: dürfen wir baden gehen? Müssen wir Ganzkörperanzüge beim Schwimmen tragen, da der Körper bedeckt sein muss? WS müssen wir anziehen Inder Stadt, da Schultern und Beine bedeckt sein sollen? Dürfen wir (enge) Leggings tragen? Müssen wir auch Kopftuch tragen?

Und dann sind wir vor Ort und erleben die krassen Gegensätze: einerseits streng verhüllte muslimische Frauen in schwarzen Gewändern und nur einem schmalen Augenschlitz und andererseits junge Frauen mit Bauchfrei-Tops und Miniröcken.

Die ursprüngliche Kultur prallt auf die Einflüsse der Westlichen Welt – und gefühlt sucht sie sich gerade den richtigen Weg im Umgang mit den äußeren Einflüssen. Unser Fahrer auf der Wüstensafari trug traditionelles Gewand (Bisht und Ghutra), hat eine Zahnspange an seinen blendend weiß gebleichten Zähnen und hört und schaut westliche Musikvideos während der Wüstensafari mit halbnackten Frauen in den Video-Clips.

Krasser können die Gegensätze wohl kaum sein.

Die Stadt Doha und das Land Katar gehören zu den reichsten Ländern der Welt. Die Einwohner zahlen keine Steuern, bekommen Ausbildung, Gesundheitswesen und Grundversorgung (Gas, Wasser, Strom) umsonst.

Alles ist wie geleckt. Ordentlich, sauber und luxuriös. Speziell das künstlich angelegte Stadtviertel „The Pearl“ strahlt nur so vor Luxus, Reichtum und Prunk.

Yachthafen „The Pearl“
Venedig in Doha

Aber es findet zunehmend eine Umweltorientierung statt. Müll im öffentlichen Bereich wird vielfach schon nach verschiedenen Fraktionen getrennt. Energiesparen ist ein Thema.

Auf der anderen Seite sind wir mit einem 380PS V8 Geländeboliden durch die Wüste gebrettert. Da waren wir neben unseren Flügen auch nicht ganz umweltbewusst. 🫢

Aber diese Wüstentour war ein besonderes Erlebnis. Angefangen mit einem Kamelritt (der ein Touristennepp war: aufsteigen, 50m reiten, 100 Fotos durch den Guide machen, fertig!!! 😭).

Dann entschädigte uns aber, dass unser Fahrer (bereits schon im Stadtverkehr) unter Beweis stellte, das er der Michael Schuhmacher der Wüste ist.

Zwischendrin konnten wir unsere Snowboard- & Rodelkünste in einem für uns neuen Medium beim Sandboarden unter Beweis stellen.

Das Licht und Lichtspiel in der Wüste war fantastisch. Diffuses Licht in der Dämmerung und leuchtendes orangerot beim Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang in der Wüste
Fantastisches Lichtspiel in der Wüste

Am Rückweg sind wir mit 100-140km/h teilweise schon in der Dunkelheit durch die Wüste gebrettert – und die Sandpiste war ebener als unsere besten Autobahnen.

Doha ist so traditionell aber auch so modern. Das Nationalmuseum ist einer Sandrose nachempfunden, glas und Licht dominiert die Skyline des Finanzviertels anderer Stadtviertel mit Hochhäusern.

Nach 2 Tagen supermoderner Metropole ging es abends am 10. November mit einem Nachtflug weiter nach Phuket/Thailand. Auch ein absoluter Kontrast zu Doha …

Weiter gehts…

Wir reisen weiter – wenn man auf die Karte schaut immerhin 3km. Unsere räumlichen Distanzen sind immer kürzer geworden. Doch auch hier umfasst die innere Reise so viel mehr!

Wir haben endlich unser Zuhause gefunden und haben es in kürzester Zeit in eine riesige Baustelle verwandelt…und das ist es immer noch. Und Olaf hat seitdem einen Zweitjob für die Abend- (und Morgen-)stunden Doch es dauert nicht mehr lang, dann füllen wir unsere Baustelle mit buntem Leben – es wird wunderschön! Unser eigenes mit einem so großem Garten, was wir mittlerweile schon an den ersten warmen Tagen genossen haben! Unser Zuhause, was wir uns so gestalten, wie wir es ausmalen! Wir freuen uns!
Also, mal wieder Kisten packen – darin sind wir ja geübt… und wie ihr seht, nutze ich die Zeit zum Schreiben statt Kisten zu packen 😉 doch ich bin an unserer Blogseite hängen geblieben und habe unsere Beiträge von unserer Weltreise gelesen – so schön – da meldet sich wieder das Fernweh!
Ein verrücktes Jahr liegt hinter uns. Vor fast einem Jahr kam unser kleiner Jona noch zu uns! Unser kleiner Sonnenschein, der von seinen Schwester geliebt und für das Leben vorbereitet und abgehärtet wird! Unser gemeinsames Leben ist so wundervoll!
Olaf und ich sind so ein unglaubliches Team und das sind wir genau durch unsere Reise geworden! Wir kommunizieren zur Zeit mehr am Handy, als dass wir uns zu Haus über den Weg laufen, der eine kommt ins Bett, wenn der andere schon schläft und morgens reichen wir uns die Tasse Kaffee im vorbei gehen in die Hand! Und ich bewundere seine Energie, mit der er unser Zuhause aufbaut! So großartig!
Ich freue mich so sehr über das, was ist und was noch kommen darf!


Ein Jahr Rödelsee

Seit einem Jahr leben wir nun in Rödelsee. Vor 2 Jahren waren wir zu der Zeit grad nach Neuseeland geflogen. Etwas, was wir uns derzeit gar nicht vorstellen könnten, weil es gar nicht möglich ist. Derzeit  ist es vorbei mit der Reisefreiheit.
Wir sind dankbar über diese Freiheit, die wir erleben und genießen durften. Es gab auf unserer Reise keine Krisensituation, jedenfalls keine äußerlichen. Im Inneren sind wir genug Krisen durchlaufen.

Und nun erleben wir die Welt genau im Gegenteil, im ganz kleinen Umkreis bewegen wir uns. Doch es ist „fast“ wie zu Weltreisezeiten. Wir haben eine ganz intensive Zeit zu 6t. (Ja, mittlerweile sind wir nochmals gewachsen) Viele verschiedene Bedürfnisse kommen wieder auf den Tisch, weglaufen brauchen wir da nicht. Sie bleiben eh dort liegen um gesehen zu werden. Und wir haben grad die Zeit uns damit auseinander zu setzen.
Und es kommen auf einmal noch mehr herausfordernde Situationen auf uns zu – ungeplante Krankenhausaufenthalte unseres kleinen Jona, die uns nochmals dankbar auf unser gesundes Jahr 2018 blicken lassen, die uns allerdings im Moment wiederum auch zusammenschweißen. Die uns helfen und uns zeigen, wie wichtig es ist immer wieder ins Vertrauen zu kommen und bei uns zu bleiben und zu sein!

Also, wieder ganz neue ungewohnte und überraschende Wege… Und Zeit zum Innehalten!

Neue Wege

Unser neues Reiseziel: Richtung Würzburg! Und da endet unsere Reise erst einmal für eine unbestimmte Zeit…Olaf wird zum März das Arbeiten wieder anfangen. Zwar wissen wir derzeit noch nicht genau wo und wie wir wohnen werden, da hat es noch ein paar Besichtigungstermine in nächster Zeit. Aber wenn sich etwas gefunden hat, geben wir unseren Reise- und Besucherstatus auf und werden wieder etwas ruhiger und lokaler!

Ich freu mich auf unser neues Zuhause nach der Reise

Rückkunft und Weiterreise

Nach über 11 Monaten vergingen die letzten zwei Wochen vor der Heimreise wie im Flug.

Und jetzt sind wir schon fast 2 Wochen wieder in Deutschland 🇩🇪. Wir worden von unseren Eltern mit Willkommensbanner herzlich begrüßt bei der Ankunft in München und mit persönlichem und gebuchtem Shuttle-Service mit unserem riesigen Gepäck incl. MTB 🚲 zu meinen Eltern chauffiert 🚙.

Ab da hat uns der Alltag so schnell eingeholt (oder wir haben uns einholen lassen…), dass wir noch nicht mal mehr Zeit für einen Blogbeitrag hatten: Anzug kaufen, Bewerbungsgespräch, Auto kaufen, erste Freunde und Familie besuchen, …

Ja, wir sind zurück!!! 😊

… und ein bisschen auch in unserem alten Leben! 😉

Aber die Reise geht auch in einer gewissen Weise weiter. Wir leben nach wie vor aus unseren Reisetaschen und können und wollen die Umzugskartons auch gar nicht öffnen, bevor wir eine neue Bleibe haben. Wir reisen von einem Haus 🏠 zum anderen 🏡 bei unserer Eltern, Geschwistern und Freunden. Überall sind wir herzlich willkommen aber dennoch ist kein Platz unser Zuhause. Das müssen wir erst wieder finden – und das werden wir 😊!

Jetzt wünschen wir euch allen, die ihr uns auf unsere Reise 🧳 als liebevolle Gastgeber, tolle Reisefreundschaften, in Gedanken, mit Nachrichten oder in Skype-Calls und Telefonaten oder anderswie begleitet haben ein besinnliches, ruhiges und erholsames Weihnachtsfest 🎄und Feiertage.

Wir freuen uns schon riesig euch nach und nach alle wiederzusehen und in die Arme zu schließen.

Alles Liebe 😍 und ein frohes Fest,

Eure Greta, Frida, Lina, Lena & Olaf

Die Aufregung steigt…

Die Koffer sind gepackt (fast zumindest)…

Die Mädels konnten vor Aufregung kaum einschlafen – so aufgeregt sind sie (wir auch).

Auch ein wenig Wehmut schwingt mit. Ein so unglaublich tolles, langes, aufregendes, lehrreiches Jahr voller Erlebnisse liegt hinter uns! Wirklich unglaublich!!

Unser Wohnmobil haben wir bereits abgegeben. Wir hatten noch einen Rekord in Nachttemperaturen aufgestellt (bei -10Grad sind uns die Fenster sogar von innen gefroren).

Wir freuen uns auf EUCH! Wir haben uns über jede einzelne Nachricht von euch gefreut, es war so schön euch mit euren Grüßen, Gedanken und Nachrichten bei uns zu wissen und zu tragen! Herzlichen Dank dafür!!!

Abschied

So langsam müssen wir uns verabschieden. Mit Olafs Geburtstag sind nun auch alle Geburtstage „durch“. Wir sind alle 1 Jahr älter geworden. 

Unsere Tage sind nun bis zum Abflug gezählt und verplant (wir haben noch einige Kilometer vor uns). Das machen sie sehr schnell. Wir werden noch einige Sachen auf der Strecke lassen, aussortieren von Dingen, die sich angesammelt haben. Damit wir wieder leichter heim kommen ? Wohl eher nicht. Wir bringen u.a. das Bike mit. Eins mehr für unsere Sammlung 😊

Wir haben seit den Grand Canyon unsere Reiseroute nochmals verändert und sind der Sonne hinterher (das haben wir in dem Jahr nun schon des Öfteren getan) und sind in Arizona hängengeblieben. Hier hat’s Sonne, geniale Bike Strecken und Kakteen ohne Ende! Da hatten wir in der Tat beim Radeln manchmal etwas Schiss in den Stacheln zu landen (und die sind echt fies)!

Und nun sitzen Olaf und ich hier, reden über das Jahr. Über dieses unglaublich tolle Jahr. Mit einem so steinig harten Beginn, wir haben euch teilhaben lassen und haben uns geöffnet und gezeigt, dass wir anfangs das gemeinsame nicht gefunden haben, dass wir noch nicht einmal den anderen als Partner gefunden haben. Aber so hart es auch war, hatte ich nie das Gefühl, dass es keinen Sinn (mehr) macht. Es hat sich immer richtig angefühlt und wir haben unseren Weg gefunden! Wir waren mutig uns zu stellen und haben damit unsere Reise möglich gemacht.

Wir wissen nun, wem wir gegenüber sitzen (es braucht aber vielleicht noch einige weitere Reisen), und wir wissen, dass wir uns lieben. Wir sind dankbar für diese wertvolle Zeit, die wir erleben durften. Wir sind überglücklich über unsere Kinder, die uns so sehr bereichern und die wir in ihr Leben begleiten dürfen. Wir sind WIR!

…Und wir kommen wieder! Nächsten Donnerstag sind wir zurück!

 

Wüste(n) Worte!?

Unsere Blogbeiträge haben sich in letzter Zeit der Vegetation angepasst: aus vollen satten Wäldern ging es über einen Abstecher am Meer in immer trockenere und kargere Landschaften und angekommen sind wir im Death Valley. Heißt das jetzt wir haben nichts mehr zu schreiben? Zumal unsere Reise sich dem Ende neigt.

NEIN, unsere Erlebnisse reißen nicht ab, das Staunen lässt uns weiterhin nicht los. Wir waren in vielen Nationalparks und haben es neben der beeindruckenden Landschaften genossen offline zu sein. Wirklich mal not available! 

Zu unserer Reiseroute im Schnelldurchlauf (keine Zeit für große Worte😉):

Olympic Nationalpark

Autoverkauf in Portland (endlich!!)

Crater Lake Nationalpark

Redwoods Nationalpark – unglaublich diese Baumriesen!!

San Franzisco – Alcatrazbesichtigung

Yosemite NP 

Sequoia NP – wieder haben wir Baumriesen um uns herum!

genug gewandert: ab ans Meer nach Carlsbad 

San Diego – Zoo (wir haben noch nie so einen riesigen Zoo gesehen und der Tag war dafür viel zu kurz), Old Town Park 

Wir sagen Lebe wohl zum Meer, auf dieser Reise werden wir es nicht wieder sehen…

Joshua Tree NP

Mojave National Reserve

Death Valley

Wir sind im „wenigen“ angekommen, im Nichts!? Nein, in der Stille, in der Ruhe. In großer weiter Kargheit mit tollen Felsfarbspielen. Seit den Wüstenregionen fühlen wir uns, aber vor allem die Mädels sich, auf den Spuren der Rothäuten und Bleichgesichtern, wir lesen für die Mädels Indianergeschichten und schminken sie und tanzen ums Lagerfeuer…

Und das schöne ist: wir haben noch ganze 3 Wochen!!

Was erwartet uns unter anderem noch: Glücksspiel in Las Vegas 😊

Zurück in die USA

Nach fast drei Wochen haben wir Vancouver verlassen, es geht zurück in die USA – die Westküste runter.

Am Grenzübergang gab’s leichte Verzögerungen mit unserem Auto. „That‘s your car? And you want to sell it again? Mmmh, das geht nicht😳 wir haben ja nur ein Touristenvisum, das beinhaltet keinen Autokauf/-Verkauf. Klar, total verständlich. Ok, an einen Händler dürfen wir es verkaufen, aber nicht privat… Naja, wenn die wüssten, dass wir auch noch nicht einmal den Fahrzeugbrief haben…

Wir sind jetzt mit Cruise America unterwegs – unserem Mietwohnmobil für die nächsten 2 Monate. In der Rentalstation ist alles etwas rustikaler als bei den Vermietungsstationen in Kanada, auch das Personal. Lini war begeistert von dem halbstündigen Einführungsfilm – sie hat sich jedes Detail gemerkt und erklärt uns nun, wie unser Wohnmobil funktioniert bzw. was wir wieder falsch gemacht haben 😂

Erste Station: Mal wieder zum Walmart, dort haben wir uns eingerichtet und fehlendes ergänzt und die Ladys das Wohnmobil bis ins letzte Eck erkundet.

Zwei Themen begleiteten uns weiterhin. Gretas zweite Impfung und der Autoverkauf bzw. das Warten auf den Fahrzeugbrief…

Zum erstens Thema: wir gingen zu einer Walk-in Clinic. (Eins ist klar: hier besteht das Leben aus Drive thru‘s und Walk in‘s)

Ja, wir wollen nur eine Impfung, die zweite Auffrischung. Nein, nur das bereits geimpfte, nichts Neues. Nichts geht über eine amerikanische U-Untersuchung… Greta bewegt sich bestens in den Perzentilenbereichen für Gewicht, Größe, Kopfumfang. She is so great and so healthy. Prima, danach hatten wir nicht gefragt – das wissen wir. Wie wäre es jetzt mit der Impfung!? Ja, immer noch die zweite Auffrischung. Irgendwann hatten wir bzw. Greta sie bekommen… zusätzlich noch Infoblätter, wieviel sie essen darf und wieviel Schmerzmittel wir geben dürfen… oh Mann…

Gut, nach 2 Stunden geschafft…

Dann ging es weiter, allerdings Doppel mobil. Olaf im Wohnmobil und ich mit den Ladys im Auto, an Seattle vorbei. Wir parkten das Auto in Olympia an der Straße und holen es in 4 Tagen dort wieder ab.  In der Zeit erkunden wir den Olympic Nationalpark und gewöhnen uns an unser neues Zuhause☺️ und tauchen endlich wieder in die Wildnis ein 👏

USA – in mehrerlei Hinsicht eine letzte Etappe

Jetzt sind wir schon seit fast 4 Wochen um und in Vancouver. Die Stadt lässt uns nicht los. Einerseits weil wir ein paar Dinge sehen und erleben wollten, weil uns die stadtnahen Berge 🏔 mit ihren unzähligen Wander- und Mountainbike- Touren durch tolle Schluchten, mystische Regenwälder und herrliche Ausblicke auf Vancouver und die vorgelagerten Inseln in ihren Bann gezogen haben. Und zuletzt weil wir seit ewigen Zeiten darauf warten, dass ein AIRBNB Gastgeber uns unseren Car Title (= Fahrzeugbrief) zuschickt, der an die AIRBNB Adresse in Baltimore ging. Dies entwickelte sich zu einem extremen Frustthema. Erst ließ sich das Zulassungsamt sehr lange Zeit (mehr als 2 Monate) das Dokument zu erstellen und zu verschicken. Dann bekamen wir keine Info darüber von unserm Gastgeber.

Dann schließlich ließ er uns wissen, dass er den Car title hat und als wir ihm eine Adresse nannten, brauchte es Wochen bis er aktiv wurde. Zwischenzeitlich behauptete er, der Car title wäre ihm zusammen mit einem Rucksack gestohlen worden und erst als wir nach Anzeige und mehr fragten, war das Dokument plötzlich wieder aufgetaucht. Wir baten ihn dann möglichst schnell den Car title zu verschicken und verlängerten auch deshalb noch unsern Aufenthalt in und um Vancouver, was uns entgegen kam 🚵‍♂️ 🏔.

Aber er schaffte es trotz einer Extrawoche in Vancouver nicht, das dumme Dokument loszuschicken. 😡

Inzwischen ging unsere Reiseplanung in verschiedenen Aspekten weiter.

Wir spürten, dass wir die ständige Quartiersuche beim Reisen mit Auto 🚗 und AIRBNB oder Motels/Hotels leid sind und sich auch die ganze Familie mehr Stabilität beim „Zuhause“ wünscht. Darum haben wir beschlossen, mit der erneuten Einreise in die USA 🇺🇸 unser Auto zu verkaufen und für die Zeit in den Staaten nochmal ein Wohnmobil zu mieten. 😊

Parallel dazu beschäftigte uns seit Ende Neuseeland aber verstärkt die letzten paar Wochen die Frage: Wie geht’s nach den USA weiter?

Bis in die USA hatten wir von Anfang an alle Flüge und für danach nur noch den Plan nach Südamerika und speziell Chile und Argentinien weiterzureisen.

Unser Vorhaben unterwegs in 🇺🇸 und 🇨🇦 Spanisch zu lernen scheiterte kläglich 😢.

Und wir taten uns schwer einen guten Plan für Südamerika zu finden. Angefangen mit der Frage, wie wir Reisen wollen:

– mit gemietetem Fahrzeug kommt man schlecht über die Grenze und One Way Mieten fanden wir auch nicht

– Fahrzeug kaufen und verkaufen – schwierig ohne Spanisch-Kenntnisse

– mit dem Bus: prinzipiell gut aber nicht mit unseren drei Mäusen in ihrem aktuellen Alter und unserem Gepäck

– fest in El Chalten, was wir evtl. über meinen guten Freund Ralf hätten organisieren können und was machen wir dann dort die ganze Zeit ohne Fahrzeug und die Besitztümer wie Fahrräder, Roller, … , die wir inzwischen angehäuft haben

Außerdem fühlen wir uns gerade so angefüllt mit tollen Erlebnissen und Orten, dass es auch mal Zeit braucht dies zu verarbeiten.

Wir merkten wir stehen uns selbst im Weg bei der Planung der Weiterreise. In einem intensiven Gespräch mit unserem reiseerfahrenen und Coaching erprobten Freund Heiko 😊 öffnete er uns die Augen (vielen Dank für dein offenes Ohr!), dass wir die Antwort vielleicht schon selbst sehen aber nicht sehen wollen: wir sind auf der letzten Etappe dieser Reise angekommen und wir fliegen ✈️ im Dezember wieder heim 🏡.

Diese Erkenntnis festigte sich schnell und jetzt haben wir auch bereits einen Rückflug. Wir kommen am 13.12. Vormittags wieder in München an. 😊

Dies hat wiederum ganz neue Gedanken 💭 angestossen:

Wie geht es danach weiter?

Was werden wir arbeiten und wo finden wir einen Job?

Wo werden wir übergangsweise und dann wieder fest etabliert wohnen?

Wie finden wir wieder in den Rhythmus eines „geregelten“ Lebens?

Viele Fragen, die uns noch lange beschäftigen werden!!!

Aber jetzt haben wir erst einmal noch fast 2 ganze Monate um an der Westseite der USA zu reisen und die Zeit intensiv miteinander zu verbringen.

Rund um Vancouver

Immer noch sind wir in und um Vancouver unterwegs und können uns von dem Fleck noch nicht lösen. Einfach zu schön!

Nach den ersten Tagen in unserem Airbnb Appartement sind wir mal wieder in ein Wohnmobil umgestiegen, sind mit der Fähre nach Vancouver Island gefahren (mal ganz entspannt) und haben dort tolle Orte und wilde Natur erkundet. Und endlich Schwarzbären sehen und beobachten können!!

Die Orte Tofino und Ucluelet wirkten so unendlich ruhig, zeitlos, für mich waren das gefühlt Orte auf der anderen Seite der Welt (oder des Lebens!?).

Die Regentage haben wir u.a. mit einem Besuch in einem genialen Aquarium verbracht mit sogenannter Touch-Zone, wo wir Seeigel, Seesterne, Muscheln, Anemonen und vieles mehr berühren durften sowie mit einem Schwimmbadbesuch im Seniorenzentrum (auch da war die Zeit stehen geblieben😉).

Wir lebten einmal mehr von Lagerfeuer mit Stockbrot und Lina und Frida entwickelten sich zu Kokel-Profis!

Zur Zeit sind wir Stadtcamper, mal eine Nacht auf dem Walmart-Parkplatz (eine sogenannte Wal-Nacht😉), das ist nämlich hier erlaubt, dann mal wieder am Berg, oder auf einem Stadtcampingplatz (die Sardinenpackung), aber alles nur halb so schlimm oder schön, denn tagsüber treiben wir uns viel am Mount Fromme herum, der Bike-Berg von Vancouver mit genialen Downhills. Das bikefieber hat uns gepackt! Wir geben Gas und haben Spaß! Und Lina fährt hier auch schon ihre ersten Downhills. Super cool! Und Frida rennt die Trails bergab ohne Pause! Uns gehts gut!

Auch haben wir beschlossen keine Appartements mehr zu mieten, genug erfahren und gesehen. Wir wollen zurück zum Wohnmobil. Also, nächster Schritt Wohnmobil her, Auto weg…

Kann ein Deutscher amerikanische Fahrzeuge lieben (lernen) …

Wir sind noch mal mit ’nem echt amerikanischen Wohnmobil Ford E450 Superduty V10 unterwegs. Dank Stadtfahrten und Bergetappen 🏔 haben wir einen sparsamen Verbrauch von 36,9mpg (Miles per gallon)- hahaha, schön wärs!!! 😬

Nein, es sind in der Tat 36,9l/100km!!!☠️☠️☠️😬😬🤮🤢

Aber natürlich kein Diesel sondern feiner Sprit.

Trotzdem genießen wir die herrliche Landschaft zwischen Vancouver und Whistler und fahren morgen mit der Fähre ⛴ nach Vancouver Island. Dort erwarten uns allerdings winterliche Temperaturen mit Schneefall und Minusgraden.

Darum haben wir uns im Walmart noch mal mit Winterklamotten eingedeckt.

… und wir haben noch ein neues Fortbewegungsmittel – echt amerikanisch

So weit meine Frauen 🙂 und jetzt ich:

Ich muss mich da noch in Lockerheit, Eleganz, Fahrtechnik und Tricks gehörig weiterentwickeln … 😉

PS: Nachtrag zum Auto. Wir haben heute getankt. Der Tank war noch mehr als halb voll. Es haben nur 90l reingepasst! – ist das dann ein Fass ohne Boden?!?

Dafür hatten wir mit unserem used Specialized Enduro 🚲 nach ein paar Anfangsschwierigkeiten und Reparaturen jede Menge Spaß im Bike Park in Whistler und am Mount Fromme in North Vancouver 😆😛🤩.

Wieder am Meer

Wir haben es geschafft: wir sind quer durch Nordamerika, von der Ostküste bis zur Westküste. Unser Auto war ein treuer Begleiter, drei Werkstatttage hat es zwischendrin gebraucht um uns gut hier her zu bringen (komische Geräusche macht es immer noch oder schon wieder – egal, zweitrangig…)

Voll bepackt mit tollen Erlebnissen und Eindrücken, haben wir unser Reisegepäck noch zusätzlich erweitert und zwar um ein Endurobike (vielleicht haben wir mittlerweile Übergepäck und unser Auto macht deswegen etwas schlapp!?). Also, wir sind wieder im Sport dabei! Olaf hat auch gleich den bikepark in Whistler unsicher gemacht. Ich hab mich da noch etwas zurück gehalten, saß aber immerhin auch schon wieder auf dem Rad nach einer gefühlten Ewigkeit. Und Lini übt auch schon fleißig Treppen und Wurzelwege zu fahren!

Was wir auf unser Querung auch gesammelt haben, sind die zahlreichen Quartiere, die wir mittlerweile bewohnt haben. Etliche Hotels für die Durchreisen, tolle Appartements, von einfach, gemütlich, funktionell, groß und klein, schon möbliert bis karg… was wir immer geschafft haben, war das anzukommen, uns wohl zu führen, die Plätze mit uns zu füllen. Jeder hatte was spezielles und der Ankunftstag ist immer eher schwergängig, aber das kennen wir nun mittlerweile! In unserer jetzigen Wohnung, flog uns schon zwei Mal die Sicherung raus, weil ich auf die absurde Idee gekommen bin den Wasserkocher zu benutzen, obwohl schon die elektrische Heizung in der Steckdose steckte… von den vier Glühbirnen im Bad geht immerhin eine und Messer hat’s zwei, Gläser gibts keine. Praktisch, brauchen wir gar nicht viel spülen! (Auch ein Grund für unser erweitertes Reisegepäck: eine Küchenkiste mit allerlei Grundausstattung)

Einerseits sind unsere Wohnerlebnisse amüsant, andererseits kosten sie auch Energie. Und in mir wächst grad wieder mehr der Wunsch nach etwas Beständigkeit. Bisher haben wir noch keinen weiteren Plan für die Westküste und auch nicht für den Anschluss. Ursprünglich dachten wir an Südamerika, sind uns aber nicht mehr sicher. Wir warten es ab. Bisher hat sich immer ein Weg aufgetan, nur nicht drängeln. Es wird sich finden und somit bleibt es spannend!

 

Hinterher sein…

– wir sind den Tagen hinterher, denn mittlerweile ist es völlig egal, ob wochentags oder Wochenende. Aber ein Tag war definitiv fix: Frida ist 3 Jahre geworden (wenn man sie fragt, ist sie allerdings schon 4. ich bin jedoch froh, ist sie erst 3 😉)

– wir sind dem BlogBeitrag schreiben hinterher. Der letzte Beitrag ist doch schon eine Weile her. Manch einer könnte denken nach 8 Monaten Reisen erlebt man nichts mehr – dem ist allerdings nicht so. Es reißt nicht ab, nur wir hängen grad ein wenig durch, Gretas Nächte sind so unruhig und die letzten Wochen haben wir wandermäßig etwas Gas gegeben (also in der Leistungsklasse 3 Kinder mit abschnittsweise 2 Tragekindern), dass wir abends meistens hundemüde ins Bett gefallen sind.

– wir trauern unserem Wohnmobil hinterher. Denn wir hatten kurzfristig für 11 Tage ein Wohnmobil gemietet und damit den Banff und Jasper Nationalpark erkundet. Um es pünktlich in Calgary abzuholen haben wir mal eben „schnell“ in zwei Tagen 2300km mit unserem Auto zurückgelegt. Das war echt Wahnsinn, aber wir sind pünktlich zur Übergabe dort gewesen. Uns erwartete ein für unsere Verhältnisse Riesenmobil mit ausfahrbarer Sitzecke, krasses Teil. Aber wenn wir uns so umgeschaut hatten, waren wir eher noch in der kleineren Klasse unterwegs (hier ist irgendwie alles etwas größer, klobiger, der Motor röhrte wie ein LKW und schluckte Benzin ohne Ende). Unsere Tage füllten sich mit Wandern und Lagerfeuer mit Stockbrot machen.

– die Nationalparks – so ein Naturtraum und das Zuhause vieler Tiere: Schwarzbären, Grizzlybären (vor deren Begegnung ich allerdings ein bisschen Schiss habe), Elch und Hirsch, Bergziege und Bighorn Schaf… also waren wir auch diesen Tierbegegnungen hinterher. Olaf stellte zwei mal morgens den Wecker um schon früh auf der Strecke zu sein, aber vergeblich. Das einzige was wir sahen, waren Eichhörnchen… und Olaf war den restlichen Tag hundemüde… doch letztendlich hatten wir noch Glück und sahen (tagsüber) Hirsche aus nächster Nähe, elegante Tiere!

– aktuell sind wir den warmen Herbsttempetaturen hinterher. Es hat hier rund um Calgary und Banff und Yoho Nationalpark grad um die null Grad mit Schnee- Fridas erster Geburtstsg mit Schneefall. Ein tolle schneebedeckte Berglandschaft zum anschauen (ich hab auf YouTube auch schon mal die Klassiker Winterwonderland und Last Christmas gehört, und dieses Jahr würd ich sogar auch schon im September Lebkuchen essen😉) nur fehlen uns ein wenig die Winterklamotten und wir frieren ein bisschen vor uns hin.

– und was noch: Greta ist ihren Schwestern hinterher. Sie zieht sich überall hoch, lässt auch schon mal kurz beide Hände los und ist weiterhin unser entspannter Wonneproppen!

Ruhepause

Über zwei Wochen Farmaufenthalt liegen hinter uns und für uns war es eine Ruhephase in unserer Reisezeit. Kein Koffer packen, kein abendliches Route planen, keine langen Autofahrten. Ruhe. Also, Ruhe ist so gesehen relativ:

Gelandet sind wir auf Amys und Troys kleiner Farm bei New Era, östlich vom Lake Michigan. Sie haben drei Kinder, zwei von ihnen im Alter von Frida und Lina. Gewohnt haben wir bei Ihnen mit ihm Haus, die Großmutter war auch gerade zu Besuch, so wie Freunde, die immer mal ein und Haus gingen, einen „Untermieter“ im Zelt, einige Fahradfahrer, die für eine Nacht im Garten zelteten und die Gelegenheit für eine warme Dusche nutzen konnten. Es war ein Haus mit offenen Türen. Und es war wunderbar mit zu erleben, wie das Leben in solch einer Gemeinschaft verlaufen kann. Wir haben uns von Anfang an wohl gefühlt in ihrem Blockhaus, umgeben von Natur und nichts anderem. Umgeben von einer gemütlichen Atmosphäre. Wir waren für diese Zeit die Begleiter ihres Weges und sie die Begleiter unserer Reise.

Der Deal war, dass wir bei Ihnen wohnen durften und Olaf in der Zeit auf dem Hof mit arbeitet. Es war wunderbar. Olaf genoss das handwerkliche Arbeiten, es machte ihm so viel Spaß mit Troy zusammen Projekte zu beenden oder voranzutreiben. Alle drei Ladys genossen die anderen Kinder und alle Spielmöglichkeiten, ihre Tage bestanden oftmals nur aus Spielen – von morgens bis abends (und die Sprache stellte selten ein Hindernis dar)! Und ich genoss es „nichts“ zu machen, freute mich darüber zu kochen, zu backen, mit den Ladys zu spielen, die Familie und ihr Leben zu erleben.

Es war eine tolle Zeit für uns alle! Wir machten gemeinsame Ausflüge an den Lake Michigan, Floating down the River, Olaf war mit Lini das erste Mal angeln, wir machten Lagerfeuer, einmal in amerikanischer Version mit Marshmallows, einmal in deutscher mit Stockbrot, beobachteten Küken beim schlüpfen und fütterten tagtäglich die Ziegen… mit Freunden wurde abends Musik gespielt und Kässpatzen kennen Sie nun auch!

Mittlerweile sind wir wieder on the Road. Es kam der Moment des Abschieds. Ein trauriger für uns alle! Wir vermissen unsere Farm, aber es war für Olaf und mich der richtige Zeitpunkt gekommen weiter zu reisen, denn wir haben schon viele neue Pläne!