Wir sind ein Stück weiter…

– einen Entwicklungsschub bei Frida: auf einmal läuft, springt und wandert sie wie ein kleines Einhorn (vorher waren ihre Beine immer „kaputt“ und konnten nicht laufen und sie musste viel getragen werden)

– auch Greta durchläuft so ihre Phasen, sie fängt an zu erzählen, wenn sie mal die Gelegenheit bei ihren Schwestern bekommt und freut sich über die Laute, die sie von sich gibt. Derzeit steckt sie (hoffentlich) auch wieder oder noch in einer Wachstumsphase, da die Nächte grad wenig Schlaf haben und viel gestillt werden muss. Hoffentlich deswegen, weil Phasen ja auch wieder vorübergehen und ich mir dann wieder gute Nächte wünsche

– Lina ist in einer beeindruckenden Phantasiewelt. Sie hat mir auf unserer  Wanderung auf dem Rückweg sicherlich eine halbe Stunde etwas aus ihrer Welt erzählte, Erlebnisse unserer Reise ausgemalt mit ihrer Phantasie-unglaublich schön zum zuhören!

– geographisch sind wir auch wieder ein Stück weiter, derzeit in den Blue Mountains (im “hinterländ“ von Sydney) auf dem Runterweg Richtung Melbourne

– Olaf ist, was seinen Computer angeht auch ein Stück weiter-so hofft er. Er hatte schließlich 1,5 Tage „für sich“, die er gezwungenermaßen im apple Shop verbracht hat. Allerdings sieht er es irgendwie nicht so als einen day off…

– auch ich bin ein Stück weiter. Mir kam letzte Wocge verstärkt die Frage, warum machen wir jetzt eigentlich diese Reise? Natürlich haben wir uns das auch schon zu Hause in der Theorie überlegt, aber da waren wir auch noch nicht unterwegs und haben nicht das Vermissen unserer Familien und Freunde in uns getragen.

Für mich gab es zwei Schlüsselerlebnisse bisher: auf Bali trafen wir eine wunderbar herzliche alte Dame aus England – ins Linas Worten eine tolle Oma – die sehr an den Mädels interessiert war. Zum Abschied sagte sie zu Lina unter anderem einen Satz, der mich sehr berührte: ich wünsche dir ein wundervolles Leben!

Das zweite Erlebnis waren die kleinen Schildkrötenbabys, in deren Leben wir ganz kurz stille Zuschauer und Begleiter sein durften, bis sie im dunklen Meer verschwanden.

Es zeigte mir so deutlich, dass unser Leben endlich ist. Wir haben es jetzt, jede Sekunde tragen wir in uns und genau das ist es: wir leben! Wir entfernen uns auf dieser Reise Stück für Stück vom Funktionieren, lassen den Alltag hinter uns, von dem wir uns so begrenzen lassen haben und das wesentliche oft nicht mehr gesehen haben.

Stück für Stück.. und Vermissen und Heimweh werden ein schöner Begleiter, den wir gerne in uns tragen!

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