Wir sind zur Zeit in Queenstown – mich erinnern die Berge ziemlich an die Davoser Bergwelt. Und da es hier ja grad Herbst ist, leuchten die Farben so bunt – ich finde es wunderschön! Und ich habe das Gefühl, dass ich hier grad richtig Energie auftanken kann! Das ist leider bei Olaf nicht so sehr der Fall: er hatte ziemlich mit Magenbeschwerden zu kämpfen, was ihn dazu bewogen hat wieder zu fasten (mit abendlichen Ausrutschern ins Schokoladenfach-die andere Art des Fastens!?). Doch auch damit fühlt er sich noch nicht richtig wohl und er hat manchmal leider ziemliche Durchhänger!
Wir genießen unser großes Wohnmobil, haben hier Platz, ohne dass wir ständig alles von links nach rechts räumen müssen! Die Mädels hatten sogar gestern mit Olaf einen tollen Bastelnachmittag/-Abend! Luxusmäßig viel Platz! Trotzdem zieht es uns natürlich nach draußen und wir verbringen auch hier die meiste Zeit im Freien oder bei Regen im Museum (das haben wir für uns entdeckt, denn es macht allen Spaß) oder mal im Schwimmbad!
Auch die Mädels werden wieder neu geprägt vom Wohnmobil-Reisen. Das Wort Dumping-Point ist fest in den Wortschatz gewandert und für beide höchst spannend zuzuschauen, wenn ihre Klobox ausgeleert wird (Olaf und ich bevorzugen die Natur). Da kommen dann hilfreiche Tips wie „ ihr müsst mit mehr Wasser ausspülen“, „wir brauchen eine größere Box“, und vielen Fragen warum, wieso, weshalb…
Ich fange für mich langsam an zu verstehen oder bekomme eine Idee davon, was es eigentlich heißt sich seinem Partner „zu zumuten“. Den Mut haben Olaf teilhaben zu lassen, was in mir vorgeht, mit allem, was sich da zeigt und was hochkommt, und auch den Mut zu haben seine Reaktion entgegenzunehmen. Und auch zu akzeptieren, dass das nicht immer alles positiv und harmonisch ist, weder meine Gedanken noch seine Reaktionen. Aber es ist so wichtig und elementar, dass wir dafür wohl erst auf die andere Seite der Weltkugel fliegen mussten um anzufangen das zu verstehen…