Über zwei Wochen Farmaufenthalt liegen hinter uns und für uns war es eine Ruhephase in unserer Reisezeit. Kein Koffer packen, kein abendliches Route planen, keine langen Autofahrten. Ruhe. Also, Ruhe ist so gesehen relativ:
Gelandet sind wir auf Amys und Troys kleiner Farm bei New Era, östlich vom Lake Michigan. Sie haben drei Kinder, zwei von ihnen im Alter von Frida und Lina. Gewohnt haben wir bei Ihnen mit ihm Haus, die Großmutter war auch gerade zu Besuch, so wie Freunde, die immer mal ein und Haus gingen, einen „Untermieter“ im Zelt, einige Fahradfahrer, die für eine Nacht im Garten zelteten und die Gelegenheit für eine warme Dusche nutzen konnten. Es war ein Haus mit offenen Türen. Und es war wunderbar mit zu erleben, wie das Leben in solch einer Gemeinschaft verlaufen kann. Wir haben uns von Anfang an wohl gefühlt in ihrem Blockhaus, umgeben von Natur und nichts anderem. Umgeben von einer gemütlichen Atmosphäre. Wir waren für diese Zeit die Begleiter ihres Weges und sie die Begleiter unserer Reise.
Der Deal war, dass wir bei Ihnen wohnen durften und Olaf in der Zeit auf dem Hof mit arbeitet. Es war wunderbar. Olaf genoss das handwerkliche Arbeiten, es machte ihm so viel Spaß mit Troy zusammen Projekte zu beenden oder voranzutreiben. Alle drei Ladys genossen die anderen Kinder und alle Spielmöglichkeiten, ihre Tage bestanden oftmals nur aus Spielen – von morgens bis abends (und die Sprache stellte selten ein Hindernis dar)! Und ich genoss es „nichts“ zu machen, freute mich darüber zu kochen, zu backen, mit den Ladys zu spielen, die Familie und ihr Leben zu erleben.
Es war eine tolle Zeit für uns alle! Wir machten gemeinsame Ausflüge an den Lake Michigan, Floating down the River, Olaf war mit Lini das erste Mal angeln, wir machten Lagerfeuer, einmal in amerikanischer Version mit Marshmallows, einmal in deutscher mit Stockbrot, beobachteten Küken beim schlüpfen und fütterten tagtäglich die Ziegen… mit Freunden wurde abends Musik gespielt und Kässpatzen kennen Sie nun auch!
Mittlerweile sind wir wieder on the Road. Es kam der Moment des Abschieds. Ein trauriger für uns alle! Wir vermissen unsere Farm, aber es war für Olaf und mich der richtige Zeitpunkt gekommen weiter zu reisen, denn wir haben schon viele neue Pläne!