Jetzt sind wir schon seit fast 4 Wochen um und in Vancouver. Die Stadt lässt uns nicht los. Einerseits weil wir ein paar Dinge sehen und erleben wollten, weil uns die stadtnahen Berge 🏔 mit ihren unzähligen Wander- und Mountainbike- Touren durch tolle Schluchten, mystische Regenwälder und herrliche Ausblicke auf Vancouver und die vorgelagerten Inseln in ihren Bann gezogen haben. Und zuletzt weil wir seit ewigen Zeiten darauf warten, dass ein AIRBNB Gastgeber uns unseren Car Title (= Fahrzeugbrief) zuschickt, der an die AIRBNB Adresse in Baltimore ging. Dies entwickelte sich zu einem extremen Frustthema. Erst ließ sich das Zulassungsamt sehr lange Zeit (mehr als 2 Monate) das Dokument zu erstellen und zu verschicken. Dann bekamen wir keine Info darüber von unserm Gastgeber.
Dann schließlich ließ er uns wissen, dass er den Car title hat und als wir ihm eine Adresse nannten, brauchte es Wochen bis er aktiv wurde. Zwischenzeitlich behauptete er, der Car title wäre ihm zusammen mit einem Rucksack gestohlen worden und erst als wir nach Anzeige und mehr fragten, war das Dokument plötzlich wieder aufgetaucht. Wir baten ihn dann möglichst schnell den Car title zu verschicken und verlängerten auch deshalb noch unsern Aufenthalt in und um Vancouver, was uns entgegen kam 🚵♂️ 🏔.
Aber er schaffte es trotz einer Extrawoche in Vancouver nicht, das dumme Dokument loszuschicken. 😡
Inzwischen ging unsere Reiseplanung in verschiedenen Aspekten weiter.
Wir spürten, dass wir die ständige Quartiersuche beim Reisen mit Auto 🚗 und AIRBNB oder Motels/Hotels leid sind und sich auch die ganze Familie mehr Stabilität beim „Zuhause“ wünscht. Darum haben wir beschlossen, mit der erneuten Einreise in die USA 🇺🇸 unser Auto zu verkaufen und für die Zeit in den Staaten nochmal ein Wohnmobil zu mieten. 😊
Parallel dazu beschäftigte uns seit Ende Neuseeland aber verstärkt die letzten paar Wochen die Frage: Wie geht’s nach den USA weiter?
Bis in die USA hatten wir von Anfang an alle Flüge und für danach nur noch den Plan nach Südamerika und speziell Chile und Argentinien weiterzureisen.
Unser Vorhaben unterwegs in 🇺🇸 und 🇨🇦 Spanisch zu lernen scheiterte kläglich 😢.
Und wir taten uns schwer einen guten Plan für Südamerika zu finden. Angefangen mit der Frage, wie wir Reisen wollen:
– mit gemietetem Fahrzeug kommt man schlecht über die Grenze und One Way Mieten fanden wir auch nicht
– Fahrzeug kaufen und verkaufen – schwierig ohne Spanisch-Kenntnisse
– mit dem Bus: prinzipiell gut aber nicht mit unseren drei Mäusen in ihrem aktuellen Alter und unserem Gepäck
– fest in El Chalten, was wir evtl. über meinen guten Freund Ralf hätten organisieren können und was machen wir dann dort die ganze Zeit ohne Fahrzeug und die Besitztümer wie Fahrräder, Roller, … , die wir inzwischen angehäuft haben
Außerdem fühlen wir uns gerade so angefüllt mit tollen Erlebnissen und Orten, dass es auch mal Zeit braucht dies zu verarbeiten.
Wir merkten wir stehen uns selbst im Weg bei der Planung der Weiterreise. In einem intensiven Gespräch mit unserem reiseerfahrenen und Coaching erprobten Freund Heiko 😊 öffnete er uns die Augen (vielen Dank für dein offenes Ohr!), dass wir die Antwort vielleicht schon selbst sehen aber nicht sehen wollen: wir sind auf der letzten Etappe dieser Reise angekommen und wir fliegen ✈️ im Dezember wieder heim 🏡.
Diese Erkenntnis festigte sich schnell und jetzt haben wir auch bereits einen Rückflug. Wir kommen am 13.12. Vormittags wieder in München an. 😊
Dies hat wiederum ganz neue Gedanken 💭 angestossen:
Wie geht es danach weiter?
Was werden wir arbeiten und wo finden wir einen Job?
Wo werden wir übergangsweise und dann wieder fest etabliert wohnen?
Wie finden wir wieder in den Rhythmus eines „geregelten“ Lebens?
Viele Fragen, die uns noch lange beschäftigen werden!!!
Aber jetzt haben wir erst einmal noch fast 2 ganze Monate um an der Westseite der USA zu reisen und die Zeit intensiv miteinander zu verbringen.



