Doha/Katar – für uns eine ganz fremde Welt (08.-10.11.24)

In Deutschland und Europa leben wir eng mit verschiedenen Kulturen und Religionen zusammen und doch fühlt es sich völlig anders und auch fremd an in einem streng muslimischen Land anzukommen und dort unterwegs zu sein.

Es ging schon zuhause mit den Fragen der Kinder: dürfen wir baden gehen? Müssen wir Ganzkörperanzüge beim Schwimmen tragen, da der Körper bedeckt sein muss? WS müssen wir anziehen Inder Stadt, da Schultern und Beine bedeckt sein sollen? Dürfen wir (enge) Leggings tragen? Müssen wir auch Kopftuch tragen?

Und dann sind wir vor Ort und erleben die krassen Gegensätze: einerseits streng verhüllte muslimische Frauen in schwarzen Gewändern und nur einem schmalen Augenschlitz und andererseits junge Frauen mit Bauchfrei-Tops und Miniröcken.

Die ursprüngliche Kultur prallt auf die Einflüsse der Westlichen Welt – und gefühlt sucht sie sich gerade den richtigen Weg im Umgang mit den äußeren Einflüssen. Unser Fahrer auf der Wüstensafari trug traditionelles Gewand (Bisht und Ghutra), hat eine Zahnspange an seinen blendend weiß gebleichten Zähnen und hört und schaut westliche Musikvideos während der Wüstensafari mit halbnackten Frauen in den Video-Clips.

Krasser können die Gegensätze wohl kaum sein.

Die Stadt Doha und das Land Katar gehören zu den reichsten Ländern der Welt. Die Einwohner zahlen keine Steuern, bekommen Ausbildung, Gesundheitswesen und Grundversorgung (Gas, Wasser, Strom) umsonst.

Alles ist wie geleckt. Ordentlich, sauber und luxuriös. Speziell das künstlich angelegte Stadtviertel „The Pearl“ strahlt nur so vor Luxus, Reichtum und Prunk.

Yachthafen „The Pearl“
Venedig in Doha

Aber es findet zunehmend eine Umweltorientierung statt. Müll im öffentlichen Bereich wird vielfach schon nach verschiedenen Fraktionen getrennt. Energiesparen ist ein Thema.

Auf der anderen Seite sind wir mit einem 380PS V8 Geländeboliden durch die Wüste gebrettert. Da waren wir neben unseren Flügen auch nicht ganz umweltbewusst. 🫢

Aber diese Wüstentour war ein besonderes Erlebnis. Angefangen mit einem Kamelritt (der ein Touristennepp war: aufsteigen, 50m reiten, 100 Fotos durch den Guide machen, fertig!!! 😭).

Dann entschädigte uns aber, dass unser Fahrer (bereits schon im Stadtverkehr) unter Beweis stellte, das er der Michael Schuhmacher der Wüste ist.

Zwischendrin konnten wir unsere Snowboard- & Rodelkünste in einem für uns neuen Medium beim Sandboarden unter Beweis stellen.

Das Licht und Lichtspiel in der Wüste war fantastisch. Diffuses Licht in der Dämmerung und leuchtendes orangerot beim Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang in der Wüste
Fantastisches Lichtspiel in der Wüste

Am Rückweg sind wir mit 100-140km/h teilweise schon in der Dunkelheit durch die Wüste gebrettert – und die Sandpiste war ebener als unsere besten Autobahnen.

Doha ist so traditionell aber auch so modern. Das Nationalmuseum ist einer Sandrose nachempfunden, glas und Licht dominiert die Skyline des Finanzviertels anderer Stadtviertel mit Hochhäusern.

Nach 2 Tagen supermoderner Metropole ging es abends am 10. November mit einem Nachtflug weiter nach Phuket/Thailand. Auch ein absoluter Kontrast zu Doha …

2 Kommentare zu „Doha/Katar – für uns eine ganz fremde Welt (08.-10.11.24)

  1. Hallo Olaf,

    danke, dass ich euch wieder auf eurer Reise begleiten darf.

    Sehr interessant, was Ihr Alles erlebt.

    Viel Spaß und tolle Eindrücke.

    Gruß an Alle.

    Michael Pfab

    Am Olivberg 36

    83607 Holzkirchen

    E-Mail: Michael_Pfab@web.de Michael_Pfab@web.de

    Mobil: 0178/4775995

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