Hinein ins Farm-Leben

Wir haben viel erlebt in der Zwischenzeit und waren zu müde um zu schreiben. Abends fallen wir oft einfach nur müde ins Bett. Aber nun!

Unsere Abenteuer:

Nach unserem Besuch in Ottawa mit viel Regen, Feueralarm im Museum (Fridas Erklärung dazu: die Käfer und Fische waren ausgebüchst&mussten wieder eingefangen werden) und zuvor im Skigebiet Montreals in Saint-Saveur (die Berge sind dort allerdings nur kleine Hügel) hat es uns ins Grüne gezogen – zurück in die Natur!

Auf die Better Farm in ein kleines, feines Holzhäuschen. Eine Biofarm, mit Schweinen, Hühnern, Alpakas, Pferden, Hunden und Katzen. Also, ein bunter Haufen. Der Grundgedanke der Farm ist möglichst nachhaltig, Selbstversorgend aufgestellt zu sein, prinzipiell ein guter Gedanken. Allerdings gab es so viel Potential zur Verbesserung, dass es uns unter den Fingernägeln gejuckt hat dort mit anzupacken. Leider war das Verständnis von Sauberkeit auch ein anderes, organic verstand sich dort vielleicht auch darin, dass Putzen ganz zu lassen, immerhin war die Farmbesitzerin auch die meiste Zeit mit telefonieren beschäftigt.

Nichts desto trotz haben wir sehr netten Menschen getroffen ( wir als Familie waren dort allerdings schon exotisch)  und wir befanden uns in einer traumhaft schönen Umgebung: Thousand Islands bei Alexandria Bay! Das war uns eine Schifffahrt wert von der man die vielen kleinen und großen Inseln bestaunen konnte. Wir hätten dort schon das ein oder andere Haus für uns gefunden!

Nächster Stopp auf der Durchfahrt war Kingston am Lake Ontario: ein sehr gemütliches Städtchen mit dem besten Eis unserer Reise bisher (das muss erwähnt werden) und dann ging es nach Toronto: Eine Betonstadt, die uns gar nicht zu gesagt hat. Die Bebauung sehr unstimmig und statt Grünfläche gab es wohl Beton im Sonderangebot.

Schnell weg zum Naturschauspiel der Niagara Fälle. Der Ort war nicht schöner, dafür die Wasserfälle wahnsinnig beeindruckend! Und da es unser Hochzeitstag war, gönnten wir uns eine Hotelübernachtung mit Blick auf die Wasserfälle, die abends sogar beleuchtet wurden. Wunderbar! Alle standen wir beeindruckt von den Wassermassen am Fenster! Ein Blick hinter die Wasserfälle hörte sich vielversprechender an als es war, wiedergefunden haben wir uns in einer Art Kellertunnel mit kleinen Guckfenstern und völlig überfüllt. Toll war dann allerdings nochmal die Stromschnellen flussabwärts zu bestaunen. Sie zählen mit zu den gefährlichsten der Welt.

Es folgten längere Autofahrstrecken mit Motelübernachtungen in London und Ann  Arbor und Besuch vom Henry Ford Museum bei Detroit.

Ubd dann befanden wir uns auf dem Weg nach Chicago. Glücklich doch noch eine etwas preisgünstigere Unterkunft gefunden zu haben. Während der Autofahrt meinte ich dann mal recherchieren zu müssen, wie gefährlich denn nun Chicago wirklich ist. Der Ruf eilt ja voraus. Also, die South Side war wohl die kritische Gegend, mmhh ein bisschen südlich sollte unser Quartier auch sein, ich recherchierte Straßen und Stadtteile. Englewood las ich da des Öfteren – kein Ort für Touristen. Naja, wollen wir ja auch nicht hin. Noch mal eben den Stadtteil unserer Unterkunft gegen gecheckt: jau – Volltreffer: Englewood (darum wars wohl auch so günstig). Ich sah uns schon in irgendwelchen Straßenschießereien, zumal es schon etwas späterer Abend war. Das Ende vom Lied: wir buchten uns ein Hotel im Stadtzentrum und ich fühlte mich sicher😊

Wir haben auch hier uns den Eindruck der Stadt erlaufen mit Bollerwagen und die Mädels mit ihren Rollern und es ist definitiv eine tolle Stadt mit spannender und beeindruckender Architektur. Sehr schön! Und jetzt wissen wir immerhin auch, welche Stadtteile wir beim nächsten Mal von vorne herein meiden!

Morgen gehts dann wieder in die Natur, an die Ostseite vom Lake Michigan. Eine Woche wieder auf eine organic Farm, nur diesmal mit Arbeitseinsatz-wir freuen uns darauf!

Unsere Stationen in Nordamerika 🇺🇸 & 🇨🇦 …

17. -27. Juni Honolulu/ Hawaii 🌺

28. Juni Ankunft in Baltimore

28. – 07. Juni Baltimore (AirBnb): Erkundung von Down Town und Inner Harbor, Fahrrad- 🚲 und Rollerkauf 🛴 für die Mädls, Besichtigung des alten Segelschiffs Constitution, eines U-Boots und Küstenwachschiffs aus Pearl Harbour, Besuch des Aquariums mit Delphinschau, 2 Ausflüge nach Washington ins Regierungsviertel und des Smithsonian Air and Space Museums sowie des Zoos

Und natürlich Kauf unseres Vehikels Toyota Sienna BJ2003 für die Weiterreise in den nächsten Monaten.

07. – 10. Juli Philadelphia (Airbnb): Besuch der Independence Hall, Down Town und Hafen, Besuch des für uns ungewöhnlichsten Schwimmbads der ganzen Reise, Essen mit Moritz, Dubravka, Lena und Philip auf dem Spielplatz

10. – 13. Juli Big Apple 🍏 New York (cooles Loft in Brooklyn über Airbnb): fehlgeschlagene Hop on Hop off Tour bei defekter Klimaanlage mit Stehplätzen eingepfercht, Spaziergang durch den Battery Park, Blick über New York vom One World Observatory 100-102 Stock (Aufzug fuhr in ca. 45s hoch), Erleben der veralteten superengen und lauten Metro 🚇 mit ganz vielen hilfsbereiten Menschen, die uns Sitzplätze angeboten haben, Erkundung des Central Parks und St. Patrick’s Cathedral sowie Bummeln entlang der Nobelgeschäfte der 5th Avenue, Spazierengehen und Spielen im Prospect Park/Brooklyn

13. – 14. Juli Albany (Motel 6 – Service-Wüste Amerika 😉) und Besichtigung des Capitols mit Spaziergang durch Down Town und zur Uni

14. – 17. Juli Moriah am Lake Champlain (tolles Wohnung in altem Bauernhof über Airbnb): zwei entspannte Tage in der Sonne ☀️ beim Baden am See nach dem Trubeltagen in den Großstädten, Wanderung durch den Chasm Ausable Canyon auf Weiterreise nach Montreal

17. – 20. Juli Montreal (Rue Alymer über Airbnb) und 20. – 22. Juni (Av Papineau über Airbnb):

26. – 27.10. Shelter Cove, Lake Odell

27. – 28.10. Crater Lake und dann zum James Stuart Campground, Lost Creek Lake

28. – 29. Oktober Jedediah Smith Redwoods State Park

29. – 30. Oktober Elk Prairie Campground

Petaluma Campground

San Francisco auf Candlestick Campground

01. – 02. November Turtle 🐢 Beach Campground bei Stockton auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark

02.- 03. November National Forest Campground

03. – 05. November Yosemite Half Dome Campground: Am 4.11 Wanderung mit Bernd zum Half Dome, Lena mit Lina, Frida, Greta sowie Claudia mit Hund Tuko 🐕 zum Mirror Lake

05. – 06. November Wal-Night in Selma

06. – 07. November Azalea 🌺 Campground Sequoia Nationalpark

07. – 08. November Wal-Night auf Hobby Lobby Parkplatz in Riverside

08. – 13. State Park Campground in Carlsberg nördlich von San Diego: 09.11 Zoobesuch in in San Diego, 10.11 Tag am Campground und Strand,

13. – 14. November Cottonwood Campground Joshua Tree Nationalpark

14. – 16. November Jumbo Rocks Campground ⛺️ Joshua Tree Nationalpark

16. – 17. November 29 Palms RV Resort: Durchquerung Mojave und Wanderung bei Kelso Dünen

17. – 18. Shoshone Campground

30. November – 03. Dezember KOA Campground Apache Junction bei Mesa und Phoenix

03. – 06. Dezember Catalina State Park Campground bei Tucson

06. – 07. Dezember Elephant Butte State Park Campground

07. – 08. Dezember KOA Campground in Bernalillo bei Albuquerque

Durchatmen in der Natur und ab nach Kanada

Nach unserem Städte-Marathon hat es uns in die Natur gerufen. Wir brauchten Ruhe und Wald und Wiese und einen See – es ging an den Lake Champlain, im Norden des Bundesstaats New York.

Wir sind in einem kleinen B&B Appartement untergekommen und herzlich empfangen wurden, u.a. von einer Horde Hühner, die quer über den Hof marschierten. Morgens wurden wir somit verwöhnt von frischen Eiern! Was braucht’s mehr!?

wir haben die Tage dort mit Entspannen und Baden im See verbraucht – nicht mehr und nicht weniger – denn es hat uns ausgefüllt! Auch Greta war glücklich im See. Mittlerweile sitzt sie und krabbelt und so saß sie planschend im Wasser und hat ihren Schwestern zugeschaut! So schön anzusehen wie mobil sie auf einmal geworden ist!

Mir ist es recht schwer gefallen mich von dem Quartier nach 3 Nächten wieder zu verabschieden. Es war einfach traumhaft schön dort, denn es war einfach kein Troubel drum herum. Nur wir! Und so herzliche Menschen, die sich um uns gesorgt haben und unseren Aufenthalt sehr besonders gemacht haben!

Nach 3 Nächten ging es also weiter. Nach Kanada! Nach Montreal – wir sind eingetaucht in eine entspannte, ruhige Großstadt und fühlten uns hier von Anfang an sehr wohl. Es ist sehr französisch geprägt, und vielleicht ist es eben auch das europäische, was uns zu Hause fühlen lässt. Und leckere Croissants am Morgen!

Wir haben unseren Aufenthalt um 2 weitere Nächte verlängert. Genießen die kleinen Cafés und Restaurants und ich freue mich über einen Kaffee in einer Tasse – Ja, auch das gibt es noch- kein Plastik, kein Styropor, kein Pappbecher, EINFACH in einer TASSE!

Ja, und wie geht es uns miteinander? Keiner traut sich zu fragen, weil wir den Anfang unserer Reise brauchten um zu erfahren, mit wem wir denn hier überhaupt unterwegs sind! Und dafür brauchten wir unsere Zeit! So viel Nähe, die sonst mit Alltagsdingen verdrängt wurde, stand leer zwischen uns und wollte gefüllt werden. Und das tuen wir kontinuierlich. Manchmal räumen wir unseren Raum wieder ein bisschen um, das es besser passt, probieren, rücken hier und dort, manchmal sind wir mehr in unseren eigenen Räumen unterwegs und treffen uns dann wieder im Beziehungsraum. Aber auch das weiterhin eine Übungssache für uns! Und wir werden besser!

Und die Ladys sind wild, frech und wunderbar!

 

Baltimore, Washington, Philadelphia, New York

Wir sind grad auf großem Fuß unterwegs, Großstadtzirkus!

In Baltimore sind wir an der Ostküste gestartet. Wir waren sehr begeistert von der Stadt und wohnten in einem tollen Stadtviertel in der Nähe des Inner Habour mit den Museumsschiffen und dem Aquarium. Die Stadt machte auf uns einen entspannten, ruhigen Eindruck und wir fühlten uns allesamt sehr wohl.

Wir haben uns dort ein Auto gekauft (wir sind ein wenig von der Option eines Campers abgekommen und reisen nun mit Auto zu festen Unterkünften, sind somit etwas mehr vor Ort). Wir sind nun stolze Besitzer eines 13-Jahre alten Toyota Sienna, in den all unser Gepäck prima Platz findet und wir auch noch. Und weil wir so viel Gepäckplatz haben, sind die Ladys jetzt mobil unterwegs mit Roller und Radel! Die beiden sind begeistert und so haben sie Baltimore jeden Tag unsicher gemacht!

Da wie nach unserem Autokauf gleich nochmals zur Werkstatt mussten, sind wir jetzt guter Dinge, dass unser Auto ein treuer Begleiter wird!

Ein Ausflug nach Washington durfte nicht fehlen, wobei wir beim ersten allesamt bei 41 Grad schlapp gemacht haben. Somit sind wir nochmals hin bei kühlen 33 Grad. Wir sind am weißen Haus vorbei, spazierten durchs Regierungsviertel und danach durch den Zoo. Auch Washington hinterlässt einen schönen Eindruck, grün und schon noch übersichtlich. Wer Polizei und Feuerwehr gerbe hat, ist hier mit permanenter Polizei-Hubschrauber-Begleitung genau richtig!

Nächster Stop: Philadelphia

Unsere Unterkunft lag in einem Randviertel, eher eines mit aufstrebenden Potential, allerdings erst noch im Beginn, also war das Ankommen etwas speziell… Die Stadt an sich war für uns zum Entdecken auch wieder sehr toll! Viele Parks, auch hier viele restaurierte Stadthäuser, teilweise Kleinstadtcharakter, sehr gemütlich.

Was uns allerdings ziemlich geschockt hat, was das Schwimmbad: Familienschwimmen von 17-18 Uhr (strenger Zeitplan), anfangs saßen alle  Kinder am Beckenrand von dem sehr übersichtlichen Pool mit schöner Betonliegewiese zum Entspannen. Ein kurzer Drill, wie was funktioniert, Trillerpfeife und los ging es… Unsere Mädels und wir sind wohl zu verwöhnt und anderes gewohnt. Immerhin soll es eines der schöneren Schwimmbäder gewesen sein…

Alle Generalproben bestanden: New York – wir kommen. Eine echt stylische Brooklyn-Stadtwohnung empfängt uns. Da New York nun doch nochmal eine Nummer größer war, entschieden wir uns für die Variante Sightseeing mit einem Hop-on/Hop-off Bus. Nachdem wir die Haltestelle endlich fanden, warteten wir schon etwas ungeduldig auf einen dieser Stadtbusse, es hieß ja, sie fahren oft. Nun gut, so oft nun nicht und leider total überfüllt. Reingequetscht standen wir nun in diesem Bus, das einzige was wir sahen, waren unsere Schweißperlen laufen… kleine Fehlinvestition…

Hoch und schnell hinaus ging es im One World Center, zum 102.Stock in einer Minute. Höher, schneller, besser…

Die Aussicht war beeindruckend, und durch einen Plausch (bezüglich passendem Ort fürs Greta stillen) mit dem Gebäude-Manager sind wir ganz zufällig über die priority -Lane ohne Warteschlange nach oben gekommen😊

Wir haben uns sonst eher in die grünen Ecken zurückgezogen – und eine davon der Central Park, die grüne Oase!

Fazit: New York ist uns eine Nummer zu groß und nicht wirklich Familienfreundlich/-tauglich. Aufzüge zu den teilweise echt engen und lauten U-Bahnstationen hat es nicht wirklich oft und der Broadway zu voll für eine gute Bollerwagenstrecke! Trotzdem war es beeindruckend in das Großstadtleben reinzuschnuppern!

Und die Ladys sind echt entspannt und fühlen sich wohl! Und machen einfach ihr Ding! Coole Mäuse😎

1 Uhr nachts in Baltimore…

… das könnte sich nach einem ruhigen Abend anhören, mit einem Glas Wein, gemütlich auf dem Sofa, das Bett wartet schon, die Kinder grunzen leise im Schlaf vor sich hin, alles friedlich…

Wäre da nicht ein gewisser Jetlag von 6 Stunden und einer fehlenden Nacht wegen unseres Fluges vor 2 Tagen. Jetzt sind wir in diesem Ungleichgewicht: Kinder wach, Eltern müde 💤 nach hawaiianischer Uhrzeit ist es ja auch erst 19 Uhr. Mmhh… wir müssen noch ein bisschen warten, bis alle Mäuse müde sind. Zudem brütet Greta ihren 2. Zahn aus. Und auch ihre Mobilität nimmt von Tag zu Tag zu, ein wunderbarer Moment auch jetzt durchs Bett zu kreiseln.

Zeit zum Revue passieren lassen der letzten Tage:

Hawaii – Honolulu: ein buntes, reges Leben erwartete uns in Waikiki, dort geht man auch in Badehose und Bikini durch die Straßen und Geschäfte, auch die Luftmatratze, Schwimmring oder das Surfboard dürfen nicht fehlen. Nett anzuschauen. Zum Waikiki Beach hatten wir nur 5 Minuten zu Fuß. Es hat uns gut gefallen 11 Tage mal wieder großstädtisch unterwegs zu sein, mit Ausflügen ins Hinterland der Insel Oahu. Zu Wasserfällen, einem tollen botanischen Garten, verschiedenen Stränden, Wasserschildkröten von mehr als einen Meter, Farmers Market, Abendstimmung in der Stadt, den Vulkankrater Diamond Head mit einem tollen Ausblick über Honolulu.

und ENDLICH auf unserer Reise haben wir azurblaues Wasser und feine Sandstrände erleben dürfen – traumhaft schön!

Wir haben Hawaii wirklich lieben gelernt. Der Anfang war etwas schwergängig, unsere Hotelbuchung hat nicht geklappt, Appartementwechsel (vom Regen in die Traufe)… doch dann hat es einfach nur Spaß gemacht die Insel zu erkunden, zwei Tage zusammen mit einer Schweizer Familie – wunderbar! Zeit zum Austauschen!

Und was machen wir nun: gesättigt von Hawaii und Honolulu, erkunden wir Baltimore, mit den Mädels das Nachtleben kennenlernen, Olaf arbeitet sich durch alle Formalitäten bezüglich Autokaufs. Denn hier in den USA und Kanada werden wir 4-5 Monate bleiben. Die Ladys  haben auch aufgestockt: sie reisen jetzt mit Radel 🚲 und Roller 🛴 . Und wir brauchen somit ein großes Auto…

Auch hier schmieden wir neue Pläne: was wollen wir sehen, machen, wo wollen wir hin. Viele Ideen. Und ich muss sagen, es macht einfach Spaß! Ich fange an das Reisen zu lieben! Und habe auch schon viele Ideen für unsere nächsten Reisen😉 Die Ladys übrigens auch: sie wollen wieder nach Bali und Fidschi ☀️

 

Urlaub vom Urlaub

Urlaub vom Urlaub, aber eigentlich ist der Titel nicht richtig.

Denn Reisen ist nicht gleich Urlaub. Urlaub haben wir jetzt die letzten Tage in einem Luxus-Ressort in Denarau/Fiji erlebt und auch gebraucht.

Inzwischen haben wir schon über 5 Monate „Reisen“ hinter uns mit 2 Urlaubsunterbrechungen. Einmal Bali und jetzt Fiji. Und das hatten wir auch nötig. Sich nicht ums Essen, Abwasch und andere tägliche Routinen kümmern zu müssen einerseits.

Und andererseits um mal zwischendurch Tempo raus zu nehmen. Die letzten 4 Monate waren wir im Campervan in Australien und im luxuriösen 6 Personen Wohnmobil auf Neuseeland unterwegs – reisend. Also häufig von Tag zu Tag an einem anderen Ort. Wir mussten uns jedesmal die neue Umgebung erarbeiten: wo können die Kinder spielen, wo können wir einkaufen, wo stehen wir mit unserem Fahrzeug über Nacht. Keine unangenehmen aber doch tägliche Routinen neben dem Haushalt, die mit sich um das Wohlergehen der Kinder kümmern, Essen zubereiten und Wäsche machen, die ja auch im Camper oder Wohnmobil vorhanden sind.

Da haben die Urlaubstage jetzt mal richtig gut getan, diese Routinen zu reduzieren und mal Zeit zum Ausspannen zu haben. Und eben auch das Tempo rauszunehmen, sich ständig mit Reiserouten und Orientierung neu auseinander zu setzen.

Hier auf Fiji haben wir es geschafft, außer zum ungeplanten Hotelwechsel das Hotel nicht zu verlassen, den Tag am Strand bzw. Pool zuzubringen und das, ohne einen Drang zu spüren, Fiji erkunden zu MÜSSEN.

Aber jetzt mit dem anstehenden Weiterflug nach Honolulu haben Lena und ich für uns festgestellt: die Erholung war schön und notwendig, aber auf Hawaii 🌺 wollen wir auch wieder losziehen und die Insel Oahu, auf der wir sind, erkunden.

HAWAII 🌺 wir kommen!!! 😀

Highlights

Singapur:

  • Dank der Zeitverschiebung waren unsere Dirndl’n bei der Ankunft in Singapur nachts um 2 Uhr hell wach und haben aus dem Hotelfenster des Marina Bay Sands das Nachtleben beobachtet
  • Baden im Infinity Pool auf dem Dach des Marina Bay Sands im mit atemberaubenden Blick über Singapur
  • Dank Jetlag konnten wir abends die Lichtshow der Artificial Trees im Garden Bay the Bays und vom Hotel Marina Bay Sands mit unseren Mädls zusammen genießen

Bali:

  • Bei einer abendlichen Aufführung konnten wir mal kurz in die Balinesische Kultur eintauchen

Tiere

Unsere Tiererlebnisse in Singapur, Sanur/Bali, Australien 🇦🇺 und Neuseeland 🇳🇿

Tolle Schnecken 🐌 im Park unterhalb des Marina Bay Sands

Quallen im Aquarium in Singapur 🇸🇬

Geckos 🦎 und Badeenten 😉 auf Bali

Ibise in Sydney, die uns die Brotzeit streitig gemacht haben

Kookaburra und Papageien in Narrabeen, Arakoon, Rainbow Beach und an diversen anderen Orten

Blue Bottle Fische (sehr schmerzhafte Quallen – auch portugiesische Galeere genannt) in Narrabeen und immer wieder an den Stränden; Gott sei dank ohne direkten Kontakt!!!

Warane in Shoalbay

Die ersten Koalas – NICHT Koala-BÄREN!!! – (in einem Koala-Hospital) in Port Macquarie

Delfine aus der Ferne bei Wanderung in Port Macquarie

Die ersten Kängurus auf dem Campingplatz in Arakoon

Eine grüne Baumschlange auf Wanderung bei Arakoon

Pelikane, Lenas australische Lieblingsvögel 😊 in Woody Heads

… und viele weitere Kängurus:

Diverse Warane und Krokodile in Zoo bei …

Kakadus auf Campingplatz in Rainbow Beach

Auf Fraser Island Dingos

Delfine 🐬 in Jervis Bay an der Mole

Baby-Riesenschildkröten in Mon Repos bei Bundaberg

Wombat nachts in the Prom National Park

Gänse und Wallabies auf Philip Island

Mantarochen ganz unerwartet in Merimbula

Die ersten freien Koalas in der Umgebung von George River bei Lorne und Apollobay (Great Ocean Road)

Eine Brown Shake bei der Thunder Cave/Great Ocean Road bei Port Campbell

Ein Possum nachts auf Campingplatz inMelbourne

Hotelurlaub

Seit gestern sind wir nun auf der Halbinsel Denarau bei Nadi in einem – für unsere Verhältnisse – Luxushotel (Olaf konnte mal wieder verhandeln) Gar kein Problem: da wir ja ganz manierlich unterwegs sind und total hoteltauglich, zeigen wir uns hier von der besten Seite:

Zum Abendessen haben sich unsere Mädels mal so richtig in Schale geworfen:

Frida hat sich für ihre gestreifte Merino Langarmunterwäsche entschieden, mit rosa Socken drüber bis zu den Knien hochgezogen, während Lina Tshirt über Pulli und ihr buntes Buff-Tuch als engen Rock über der Einhornleggings wählte. Auch hier nicht zu vergessen die Socken über der Hose, Modell „Antirutsch“.

Nächster Morgen – Frühstück: der Pool hat sicherlich die Hälfte seines Wassers verloren- unsere Mädels schöpften fleißig mit ihrer Gießkanne das Wasser raus um es dann auf Fliesen und Rasen zu verteilen und um Frida die Hände zu waschen, die sie dann aber sofort wieder in die Blumenerde steckte um sie dann wieder waschen zu können. Das Spiel verholte sich gefühlt 1008 Mal, während der Zeit konnten Olaf und ich in Ruhe unseren Kaffee schlürfen. Was will man mehr? Die Mödels hatten ihren Auftrag und die anderen Hotelgäste was zu sehen und zu reden!

Ein weiterer Höhepunkt unseres Tages: wir mussten unser kleines Mietauto wieder abgeben. Leider hatten wir ganz vergessen, dass Frida dort ein Pipi-Unglück passiert ist und die ganze Sitzbank mit Pipi getränkt war. Gar kein Problem: Olaf hat die Sitzbank mal eben ausgebaut, sie ganz selbstverständlich durch die Hotellobby getragen um sie in unserer Dusche auszuwaschen und um die dann mit unserem Bollerwagen wieder durch die Hotellobby zum Auto zu bringen. Während Olaf arbeitete, kümmerte sich Frida um ihre Hautpflege. Mit der Blumenerde aus den Beeten um unsere Terrasse ließ sich nämlich prima Matsche-Creme machen, die dann auch fleißig auf der Haut verteilt wurde. Und die Rasenfläche wurde auch gleich noch mit Pipi gedüngt.

Das Auto sind wir übrigens ohne Probleme (jedenfalls wissen wir noch von keinen) losgeworden trotz triefnasser Sitzbank… 

Dafür hatte Olaf den restlichen Tag nur Pipi-Geruch in der Nase, sodass er meinte auch noch den vermeintlich nach Pipi-riechenden Bollerwagen in unserer Dusche abspülen zu müssen.

Also, man kann’s nicht anders sagen: wir fühlen uns hier richtig wohl! Und das Kugelschreibermuster auf einem unserer Kissen im Bett muss wohl von anderen Kindern sein…

Zurück im Sommer

Die Fidschianer empfingen uns freundlich, sie zeigten sich begeistert von den Ladys, nahmen sie sofort auf den Arm und lachten mit Ihnen. 

Der Flughafen ist klein und übersichtlich, eine 3-Mann-Band spielte Fidschi-Musik. Total nett!

Wir wurden von unserem Hotel am Flughafen abgeholt und fuhren zum Hotel. Wir fuhren und fuhren, tankten zwischendrin, fuhren weiter. Das Gute an der überraschend langen Fahrt: wir sahen einen unglaublich tollen Sonnenuntergang.

Irgendwie war uns das wohl falsch in Erinnerung, dass wir in Stadtnähe sein sollten. Wir landeten ziemlich in der Pampa. Na gut, muss ja nichts schlimmes sein. Angekommen sind wir an einem Hotel mit ziemlich leerem Parkplatz. Keine Gäste in Sicht. Vielleicht grad keine Saison?

Wir warteten noch eine halbe Stunde auf unser Zimmer. Doch busy?

Als Frida dann aufs Klo drängelte, bekamen wir unser Zimmer. Die Anlage lag fast im Dunklen, nicht viel zu sehen. Die Bungalows bieten viel Platz, wenig Möbel, Gemütlichkeit eher weniger.

Im Restaurant seien wir herzlich willkommen gewesen unser Abendessen zu bestellen. Das taten wir, also wir versuchten es. Wir fanden erst einmal niemanden für die Bestellung, vegetarisch war schwierig, keine Restaurant-Alternativen in Sicht.

Gut, schlafen wir eine Nacht drüber…

Der nächste Morgen, Frühstückszeit. Löslicher Pulverkaffee (hatten wir jetzt die letzten 4 Monate), Weißbrot, Kelloggs. Wieder keine weiteren Gäste… Die Hotelanlage macht den Eindruck von wenig Pflege, die Esstische waren nicht sauber und die Poolliegen hatten schon die ein oder andere Latte verloren, Polster gab es keine. 

Das hatten wir uns irgendwie auch anders vorgestellt. Es sollte doch der Urlaub vom Reisen sein, Zeit zum Erholen. Das Hotel hätte den richtigen Namen gehabt: Fiji Relax Resort. Wir träumten uns zurück nach Bali!

Notfallplan: erst einmal mit den Ladys in den Pool und sandeln. Nebenbei einen Mietwagen bestellen, zurück in die Stadt Nadi, Smoothie trinken, Eis essen, Hotelsuche, abends Pizza essen. Fündig geworden: ab Morgen ein neues Quartier☺️ wir freuen uns! Da packen wir gerne noch einmal!

Erinnert hat mich das ganze an den uralt Film Club Las Piranjas mit Hape Kerkeling…

Auf Wiedersehen Neuseeland!

Unsere letzte Nacht in unserem Campermobil liegt hinter uns und Melancholie schwingt in uns. Wir werden noch zwei Nächte in Auckland verbringen und dann gehts auf zur nächsten Station unserer Reise – auf die Fidschi-Inseln (für unsere Ladys ein zweites Bali) ☀️

Wir sind erfüllt mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Wir sind in das Land der Hobbits eingetaucht, haben die geothermal aktiven Zonen rund um Taupo und Rotorua kennengelernt und erfahren dürfen (blubbernde Schlammlöcher haben vor allem die Ladys begeistert), haben den Coromandel Forest Park mit seiner Schönheit auf uns wirken lassen und erlebten am Hot water Beach unseren eigenen Spa-Pool (man grabe sich bei Ebbe ein Loch im Strand, lässt es mit heißem Grundwasser von alleine auffüllen und setzt sich hinein und kocht vor sich hin😉), … 

Wir liebten es frei zu stehen, uns tolle Plätze für unser Wohnmobil zu suchen. Viele von denen hatten eine tolle Atmosphäre nur schon von der Schönheit der Natur!

Wir fanden unser Wohnmobil prima! Es hatte Platz für uns alle, zum Spielen, kochen, basteln, Kaffee und Tee trinken und das sogar alles gleichzeitig. Ein treuer Begleiter! Wir haben es uns so gemütlich gemacht! Wir haben gelacht, geweint, uns geärgert und gefreut, uns ging es gut und es gab miese Laune Tage, Hoch und Tiefs. Und alles durften wir hautnah von einander erleben und haben uns wieder ein Stück mehr oder anders kennengelernt!

Und nun sind wir bereit für neues! Frida wollte heute schon unbedingt zum Flughafen… vorher braucht’s nur leider erst einmal wieder eine Pack- und Aussortieraktion!

Und in einem sind wir uns einig: wir kommen gerne wieder! Es hat so unglaublich schöne Orte hier und dann packen wir die Bikes mit ein☺️

Unsere Stationen in Neuseeland 🇳🇿 Kia Ora

  • 10. April früh morgens um 5:30 Uhr Landung in Christchurch
  • 10.-17. April Christchurch Moncks Bay/Wataku Av 57 in Haus 🏡 über Airbnb: Einkauf von Winterklamotten, Wanderung von Gondeltalstation den Bridle Path zur Bergstation und den Bridal Path hinab nach Lyttelton, 2x „Superspielplatz“ in Christchurch, Bahnfahrt mit historischer Tram und Besuch von Ferrymead Heritage Park , wo die Trams hergerichtet werden und noch historische Häuser und Läden stehen, Canterbury Museum, Stadtbummel, Scenic Drive oberhalb Moncks Bay
  • 17.-19. April Akaroa freistehend auf Parkplatz am Hafen: Wanderung Child Bay Walk, Essen mit Kindern in französischem Restaurant „Ma Maison“
  • 19.-20. April in den Bergen oberhalb Akaroa mit herrlichem Blick in den Fjord und auf Akaroa
  • 20.-22 April Timaru auf Holiday Campingplatz: Wanderung am Strand, Besuch im Schwimmbad
  • 22.-24. April Lake Tekapo frei in den Bergen, eine Nacht mit Blick auf den See: tolle Herbstfärbung der Bäume, ein Klavierkonzert am Seeufer, Joggen und Wandern auf den Mount John
  • 24.-25. April Oamaru frei am Meer: Besuch des Steampunk Museums
  • 25.-26. April Kakanui frei am Meer
  • 26.-28. April Moeraki auf Campingplatz: hier haben wir in freier Wildbahn Gelbaugenpinguine 🐧, Seelöwen und Robben und Royal Albatrosse gesehen; außerdem die Moeraki Boulders, bis zu 2m Durchmesser große Steinkugeln, die im Meer liegen bzw. vom Wasser aus der Steilküste gespült werden
  • 28.-29. April Dunedin frei an Uferstraße in Saint Kilda auf der Rennstrecke der „Dorfjugend“: 2 maliger Besuch des Otago Museums wegen akuten Regens
  • mit unseren Mädls als Riesenschildkröten
  • 29.-30. April Kaka Point gemäss dem liebsten Thema unserer Mädls mit Besuch der Seelöwen, Robben und Gelbaugenpinguine am Nugget Point
  • 30. April – 1. Mai kurz hinter Papatowai frei auf Anhöhe mit Blick auf das Meer: Besuch der Cathedral Caves am Morgen und der Purakaunui Wasserfälle
  • 1.-3. Mai Invercargill frei auf Parkplatz am Estuary Park mit Schwimmbadbesuch, Queenspark, Spaziergang durch die Innenstadt und Wasserturm
  • 3.-4. Mai Queenstown auf Lakeview Holiday Park: Spaziergang durch die Einkaufsstraßen, entlang der Seepromenade und über die Halbinsel der Queenstown Gardens
  • 4.-5. Mai Frankton bei Queenstown am Ufer des Wakatipu Sees: war nicht erlaubt, erhöhtes Übernachtungsentgelt von 200$
  • 5.-6. Mai Campingplatz in Wanaka: Spaziergang am See
  • 6.-7. Mai Freedom Camping in Bucht neben der Straße nördlich von Haast
  • Freedom Camping Südlich von Hokitika im Hinterland: Stadtbummel durch Hotikita und am nächsten Tag Treetop Walk
  • 09.-10. Mai Top 10 Campingplatz am Franz Josef Gletscher: Wanderung zur Gletscher und zu Seelöwen am Cape Foulwind
  • 10.-11. Mai Freedom Camping am Leuchtturmparkplatz von Cape Foulwind: Spaziergang zum Leuchtturm hoch
  • 11.-13. Mai Freedom Camping Richmond bei Nelson: Ausflug in den Abel Tasman Nationalpark mit Wanderung von Marahau an der Küsten entlang
  • 13.-14. Mai Picton auf Top 10 Campingplatz
  • 14.-16. Mai Wellington Freedom Camping beim Red Rocks Reserve: Besuch Te Papa Museum, Spaziergang am Hafen von Wellington, Mount Victoria Lookout, Spaziergang am Meer entlang im Reserve und Bouldern in HangDogs.co.nz
  • 16.-17. Mai Freedom Camping in Bucht von Mana/Paremata
  • 17.-18. Mai Freedom Camping im 🌳auf Waikama Campground in der Nähe von Otaki: Wanderung am Fluß entlang
  • 18.-19. Mai Campingplatz in Waipawa
  • 19.-21. Mai Freedom Camping auf Parkplatz in Stadtmitte von Hastings: Kahuranaki Wasserfälle südlich von Hastings, Besuch des Farmers Market mit deutschem Bäcker mit gutem Brot und Brez’n, Besuch bei Arataki Honig, zwei Ausflüge mit Wanderungen in den beeindruckenden Park und Berg Te Mata
  • 21.-24. Mai Freedom Camping auf Parkplatz am Meer 🌊 im Süden von Napier: Stadtbummel, großer Spielplatz am Meer, Besuch des New Zealand Aquarium, Fahrt zum Bluff Hill Lookout mit Blick über Hafen und auf die Küste
  • 24.-25. Mai Freedom Camping auf Parkplatz östlich vom Hafen in Napier: Weiterfahrt nach Taupo und Besuch der Thermallandschaft „Crater of the Moon“
  • 25.-26. Mai Übernachtung auf komischem aber teuren Campingplatz südwestlich von Taupo: Wanderung an den Huka Falls und am Huka River entlang und Besuch der Lava Glass Manufaktur mit Ausstellungsgarten und Besuch der Werkstatt, wo wir beobachten konnten wie Seesterne und Vasen aus buntem Glas hergestellt wurden – die Schönheit der Vasen und die Kenntnis über die Herstellung inspirierten uns zum Kauf einer Vase als Andenken an Neuseeland und unsere Weltreise (Kauf am nächsten Tag)
  • 26.-27. Mai Freedom Camping am Lookout oberhalb Taupo: Thermal Valley Walk mit Kneten von weißer Tonerde, Kauf unserer Glasvase bei Lava Glass Manufaktur, Besichtigung der Wasserfluten die alle 2 Stunden aus dem Aratiatia Damm in die Schlucht gelassen werden, abends noch eine Runde nach Bootsübersetzung durch den Orakei Korako Thermal Park
  • 27.-28. Mai auf Parkplatz des Parks Orakei Korako am See mit herrlichem Sonnenaufgang und dampfendem See durch das thermal aufgeheizte Wasser (mit einer der schönsten Übernachtungsplätze auf der Nordinsel) sowie „Klogespräche“ zu dritt auf 0,7m2
  • 28.-30. Mai auf Top 10 Campingplatz in Rotorua: Besuch des Māori Te Puia Parks mit aktiven Geysiren, Wanderung im Redwood Forest mit beeindruckenden Baumriesen, subtropischem Regenwald und unglaublichen Farnbäumen, die fast wie Palmen aussahen, Stadtbummel
  • 30.-31. Mai fast Freedom Camping auf Parkplatz mit Stromversorgung beim Firth Tower bei Mata Mata: Besuch von eindrücklichen Hobbit-Land „Hobbiton“, wo man an jeder Ecke merkt, wie Peter Jackson der Regisseur auf die Details geachtet hat. Weil in ganz Neuseeland kein passender Baum 🌳 für den Platz oberhalb von Bilbos Haus gefunden wurde, ließ er in 10 monatiger Arbeit einen nach seinen Vorstellungen aus Stahl, Silikon und Seide herstellen. Als dann nach dem Aufstellen die Farbe der Blätter (ihm) nicht passte, wurden alle 200.000 Blätter von Hand umgespritzt. Auf der Fahrt nach Whangamata sind wir dann nach ca. 1,5 Stunden hinüber zurück zu den Wentworth Falls gewandert.
  • 31. Mai – 01. Juni Freedom Camping hinter i-Site in Whangamata: Wanderung zu Cathedral Cove und ein heißes Bad (ca. 40 Grad heiß bei ca. 16 Grad Lufttemperatur) in einem selbst gebuddelten Loch am Strand 🏝 namens Hot Water Beach
  • 01.-02. Juni Freedom Camping in Parkbucht außerhalb von Hot Water Beach

Der Sonne hinter her

Was hätte es schöneres geben können? Wir haben unsere Reiseroute dem Wetter angepasst, halten uns statt im Regen an der Westküste und Landesinneren seit einigen Tagen an der Ostküste bei Hastings und Napier auf. Denn hier ist die SONNE! Wir verbringen die Tage draußen, wandern, spielen, entdecken und freuen uns und fallen abends müde ins Bett! Wie wunderbar!

Genau das hat es für uns gebraucht: Wir haben uns das Tempo raus nehmen lassen, halten hier inne und genießen😊

Wir standen mit unserem Wohnmobil mitten in der Stadt, durften stündlich einem Glockenspiel lauschen, dann wieder direkt am Meer, am Berg (bis wir um 22 Uhr von Rangern wieder runter verwiesen wurden). Wir suchen uns tolle Orte und das macht Spaß und sind (meistens) dabei so nah an der Natur!

Eine Seefahrt, die ist lustig…

Von Picton (Südinsel) nach Wellington (Nordinsel), 3,5h Fährfahrt – ein Klacks, dachten wir…

Der Anfang ging prima: ein großes Abenteuer auf solch einer großen Fähre zu fahren, zwischen vielen LKWs, anderen Campern, Autos – eng an eng – eingeparkt zu sein. Aussteigen, das große Schiff erkunden, aus dem Fenster schauen, evtl. Delphine sehen. Ja, so war ungefähr der Plan.

Geendet hat er in 3,5 schrecklich langen Stunden: einige lautstarke Frustrationskonflikte unserer Töchter (die auch auf solch einem großen Schiff lautstarke Wirkung haben) forderten uns heraus und der nur als leicht eingestufte Seegang drehte uns den Mageninhalt um. Unbeweglich saßen wir auf unseren Sesseln, suchten aufgrund schlechter Sicht manchmal vergeblich den Horizont und ließen uns von dem Hörspiel Henriette Bimmelbahn im hier und jetzt halten…

Wir waren auf unserer Reise bislang noch nie so froh wieder in unser Wohnmobil steigen zu dürfen, und sind uns einig: Fähre fahren ist nichts für uns!

Enpfangen wurden wir – tatarata – mit Regen. Jetzt könnte man denken, wir wären etwas verweichlicht, da wir uns so regensensibel zeigen. Ja, vielleicht sind wir es auch. Allerdings regnet es hier nicht nur mal ein bisschen, sondern es schüttet oftmals ohne Ende.

Auch das eine Feststellung, bei der wir uns einig sind: wir brauchen wieder SONNE.

So nah und manchmal doch so fern …

Im Wohnmobil mit 7,2m Länge kann man sich ja nicht sehr weit von einander entfernen. Man ist zusammengeschweißt (andere würden sagen eingepfercht 😉) auf engem Raum und auch unsere Tagesgestaltung bedingt, dass wir fast überwiegend alle beisammen sind.

Das ist manchmal ein Problem. Ich spüre, dass ich öfter mal Zeit für mich bräuchte und Möglichkeiten, mich zurückzuziehen bzw. mal nur für mich zu sein. Das ist aber gar nicht so einfach und bedarf immer gleich Planung, Absprachen und Bereitschaft des Rests der „Mannschaft“ – also besser „Frauenschaft“.

Und manchmal ist der Grund für den Wunsch nach Privatsphäre genau die kontinuierliche Nähe im Camper. Damit kommen Konflikte, unterschiedliche Standpunkte, persönliche Unzulänglichkeiten schonungslos direkt und schnell an die Oberfläche – ohne große Verzögerung, ohne Ausweichmöglichkeit, weil man sich nicht sieht, wie es im Berufsalltag zuhause oft war.

Und dann müssen wir unsere Konflikte angehen. Sofort, sonst wachsen Sie uns über den Kopf. Aber dabei stelle ich eben auch immer wieder fest, dass wir uns zwar räumlich sehr nahe sind, aber in manchen Empfindungen, Herangehensweisen und Einschätzungen oder auch in Gefühlen für den Partner sehr weit auseinander liegen können: So nah und manchmal doch so fern …

Das macht das Reisen neben dem alltäglichen Planen des Programms, des Weiterfahrens und Wiedereingewöhnens in einer neuen Umgebung so anspruchsvoll und auch manchmal anstrengend. Wir reisen nicht nur durch ferne fremde Länder, sondern zusätzlich jeden Tag auch durch neue Täler und Gipfel in unserer Beziehung und auch der Beziehung zu den Kindern.

Manchmal sitze ich im Auto neben Lena, aber bin fern in einer eigenen Gedankenwelt: ich fühle mich Lena fern, weil wir trotz physischer Nähe es nicht geschafft haben, auch emotionale Nähe herzustellen. Und das belastet mich und macht mich auch traurig. Trotzdem ist es oft sehr schwer für mich, über meinen Schatten zu springen, mich ihr zu öffnen und auf sie zuzugehen.

Aber die physische Nähe lässt kein langes Aussitzen zu. So findet sehr schnell und letztendlich jeden Tag ein Stück Beziehungsarbeit statt. Anstrengend, aber auch bereichernd.

Und die Reise wird uns lehren, was es uns am Ende bringt … 😊

Herbstlich(t)

Wir sind zur Zeit in Queenstown – mich erinnern die Berge ziemlich an die Davoser Bergwelt. Und da es hier ja grad Herbst ist, leuchten die Farben so bunt – ich finde es wunderschön! Und ich habe das Gefühl, dass ich hier grad richtig Energie auftanken kann! Das ist leider bei Olaf nicht so sehr der Fall: er hatte ziemlich mit Magenbeschwerden zu kämpfen, was ihn dazu bewogen hat wieder zu fasten (mit abendlichen Ausrutschern ins Schokoladenfach-die andere Art des Fastens!?). Doch auch damit fühlt er sich noch nicht richtig wohl und er hat manchmal leider ziemliche Durchhänger!

Wir genießen unser großes Wohnmobil, haben hier Platz, ohne dass wir ständig alles von links nach rechts räumen müssen! Die Mädels hatten sogar gestern mit Olaf einen tollen Bastelnachmittag/-Abend! Luxusmäßig viel Platz! Trotzdem zieht es uns natürlich nach draußen und wir verbringen auch hier die meiste Zeit im Freien oder bei Regen im Museum (das haben wir für uns entdeckt, denn es macht allen Spaß) oder mal im Schwimmbad!

Auch die Mädels werden wieder neu geprägt vom Wohnmobil-Reisen. Das Wort Dumping-Point ist fest in den Wortschatz gewandert und für beide höchst spannend zuzuschauen, wenn ihre Klobox ausgeleert wird  (Olaf und ich bevorzugen die Natur). Da kommen dann hilfreiche Tips wie „ ihr müsst mit mehr Wasser ausspülen“, „wir brauchen eine größere Box“, und vielen Fragen warum, wieso, weshalb…

Ich fange für mich langsam an zu verstehen oder bekomme eine Idee davon, was es eigentlich heißt sich seinem Partner „zu zumuten“. Den Mut haben Olaf teilhaben zu lassen, was in mir vorgeht, mit allem, was sich da zeigt und was hochkommt, und auch den Mut zu haben seine Reaktion entgegenzunehmen. Und auch zu akzeptieren, dass das nicht immer alles positiv und harmonisch ist, weder meine Gedanken noch seine Reaktionen. Aber es ist so wichtig und elementar, dass wir dafür wohl erst auf die andere Seite der Weltkugel fliegen mussten um anzufangen das zu verstehen…

 

Zeit

Unsere erste Woche Neuseeland liegt schon hinter uns. Wir haben eine Woche Christchurch erleben dürfen und haben noch nicht das Gefühl weiterziehen zu müssen. Es gefällt uns hier. Die Stadt bietet ein Kontrastbild zwischen modernen Neubauten, zahlreichen Baustellen und vom Erdbeben 2011 noch vielen zerstörten Gebäuden. Ich glaube, ich habe eine Stadt noch nie so dynamisch wahrgenommen wie hier. Es ist so viel in Bewegung und am Entstehen und trotzdem wirkt es ruhig und gelassen.

Wir sind die letzten Tage ein wenig in die Vergangenheit gereist: sind mehrmals mit 70-80 Jahre alten Trambahnen gefahren, in einem Freilichtmuseum bekamen wir einen Eindruck in das Leben aus den 20ern und 30ern und im Canterbury Museum haben wir einiges über die Maori gelernt, die Urbevölkerung Neuseelands. Dort wurden auch viele kleine Forscherexperimente zum Thema Licht angeboten. Sehr spannend! Zudem konnten Olaf und ich zweimal in einem netten Straßencafé unseren Kaffee ganz in Ruhe in der Sonne genießen, während sich unsere Ladys ununterbrochen in Phantasiespielerei wiederfanden.

Eine tolle Woche!!

Direkt hinter Christchurch beginnen die Berge oder besser gesagt noch Hügel, aber prima zum wandern. Es hat Ähnlichkeit mit den Alpen, es gibt tolle Wanderwege, ein Haufen Mountainbiketrails und wunderschöne Ausblicke. Und keine giftigen Tiere – ich muss sagen, dass mich das Wissen um tödlich-giftige Schlangen und Spinnen 🕷 in Australien doch eingeschränkt hat. Denn nun können wir die Mädels wieder ohne Bedenken oder Verbote durch Gras, Hecken oder Sträucher sträunern lassen. Ja, ich fühl mich wieder freier in meinem/unserem Bewegungsraum.

Es ist schön die Orte und die Welt ein Stück weit kennenzulernen, doch das, was es ausmacht ist das gemeinsame Erleben und unsere Entwicklung, unsere Reise zu uns und in unsere Familie! Und da lassen es uns gekochte Kässpatzen hier in Neuseeland ganz Zuhause fühlen!

Die Zeit ist da und wir können alles reinfüllen, was wir mitnehmen wollen!

Abschied von Australien und eine neue Etappe in Neuseeland

Am Ende ging unsere Zeit in Australien rasend schnell zu Ende. Allerdings aber auch noch mit ein paar Höhepunkten wie den unglaublichen Landschaften entlang der Great Ocean Road und einem tollen letzten Tag in Australien in St. Kilda/Melbourne am Strand. Dort haben wir auch alle gesammelten Muscheln 🐚 , Steine und Vogelfedern an einem schönen Platz zusammen mit Gekauften und am Strand 🏖 gefundenen Spielzeugen für andere Kinder hinterlassen und von diesen Dingen Abschied genommen. Lina fiel es eher leicht, Frida könnte sich nur unter Tränen und Nachverhandlungen von den schönen Erinnerungen und Dingen trennen.

Jetzt sind wir seit Dienstag in Christchurch/Neuseeland in einem kleinen Häuschen und organisieren den nächsten Abschnitt unserer Reise. Es war wieder ein Ankommen in einer neuen fremden Umgebung und wir bräuchten alle Zeit uns wieder umzugewöhnen und einzugewöhnen. Sicherlich auch deshalb, weil NZ uns mit kalten 5 Grad, Dauerregen und Graupelschauern begrüßt hat. Aber heute war es teilweise sogar sonnig und wir haben Christchurch bei einer Trambahnfahrt mit einer historischen Tram von 1934 erkundet und zu genießen gelernt. Das schwere Erdbeben von 2011 zeichnet die Stadt immer noch. Sie ist voller Baustellen 🚧 aber entwickelt sich zu einer den modernsten Städte mit einer Mischung aus moderner sicherer Architektur, wenigen historischen Gebäuden im englischen Stil und tollen professionellen Grafitis als Stilelement an ausgewählten Hausfassaden.

Außerdem hat’s hier den wohl besten Kinderspielplatz der südlichen Hemisphäre 😊.

Wir sind jetzt mit dem Ortswechsel auch wieder unter einer neuen Telefonnummer erreichbar: 📱 +64-2108057505

Stürmische Zeiten auch ohne Wind

Melbourne liegt hinter uns, auch unser erster nächtlicher Autobahnparkplatz (war nicht lauter als am Meer und Frida und Lina konnten ganz viele Autos schauen😉) und wir sind auf der Great Ocean Road angekommen. Wir wurden mit einem tollen nächtlichen Stellplatz verwöhnt mit Blick aufs Meer und auf den aufgehenden Vollmond! Schon der Nachmittagskaffee hatte Ausblick auf rote Felsklippen! Wie wunderbar!

Die Temperaturen sind mittlerweile deutlich kühler,vor allem nachts. Wir haben alle 4 Schlafsäcke ausgepackt, etwas dickere Klamottis gekauft und ich freue mich riesig über mein einziges Paar Wollsocken, das ich dabei hab!

Da wir zwischendrin schon ziemlich wechselhaftes und stürmisches  Aprilwetter hatten, nimmt die Zeit, die wir in unserem Camper verbringen, etwas zu. Aber es ist so, als ob wir langsam besser reinpassen würden, als ob wir nicht mehr so viel Platz bräuchten oder als ob wir kleiner geworden wären. Wir hatten nun schon einige gemütliche Nachmittage oder Vormittage in unserem kleinen Zuhause!

Wir haben auch wieder viel neues im „Gepäck“: Zwergpinguine, die zum Sonnenuntergang aus dem Meer in ihren Bau watscheln (Pinguine müssen ein ziemliches anstrengendes Leben haben, finden wir: tagsüber schwimmen sie etliche Kilometer im Meer, suchen sich Fische, müssen im Dunkeln heim, oft noch einen Hügel hoch, die Federn austrocknen, schlafen und dann vor Sonnensaufgang wieder ins Meer), da haben es die Seelöwen schon besser-liegen in der Sonne oder die Koalas, die mehr als die Hälfte des Tages schlafen. Es begleiteten uns auch viele Wallabies,  bunt gefärbte Papageien, ein Wombat (da hoffe ich noch darauf mehr von denen zu sehen), Australische Graugänse, Trauerschwäne, Pelikane, Echidna (Igeltiere) …

Und hier einen Einblick in das prägende Campingdasein:

Lina sitzt auf einem Treppengeländer und sagt: „Wie ein Plumpsklo und dann kackt man runter…“

Und weitere Dialoge:

Lina und Frida sitzen im Auto vorne und schauen auf die Straße und Baustelle.  (hier in Australien gibt es übrigens kaum Baustellen-Ampeln, dafür aber  von uns so genannte Ampelmänner: eine Person , die ein rundes Schild in der Hand hält mit Stop und auf der anderen Seite Slow und damit den Verkehr regeln). Lina zu Frida: „magst du später, wenn du groß bist, mal ein Ämpelman werden?“

Lina und Frida sind beim ins Bett bringen noch so wild und es übersteigt unser räumliches Dasein und unsere Geduld. Lina zu mir: „Mama, Kinder sind so! Und meine Puppi kriegst du nicht!“

Frida sitzt beim Frühstück auf meinem Schoß und schmiert meine Hose mit ihren  Nutella-Patschehändchen voll, ich werde ziemlich sauer, da ich die Hose grad frisch  angezogen habe und versuche die Flecken rauszuwaschen. Frida zu mir: „geht doch eh nicht raus!“

Ja, wir haben eine gute Zeit zusammen!

 

Stürmisch war es für Olaf und mich. Wir stellten uns die wesentlichen Fragen, warum wir reisen, wenn es doch auch anstrengend wird (es ist was anderes als Urlaub) und was das Reisen für jeden von uns ausmacht. Auch stellte sich uns die Frage, mit wem wir hier eigentlich reisen. Wer ist derjenige, mit dem ich nun durchweg meine Zeit verbringe. Wir sind nicht mehr die beiden, die ihre Zeit nur auf dem Rad, in den Bergen, möglichst immer sportlich unterwegs verbringen, ehrgeizig einem TransAlpZiel hinterher rasen. Wer sind wir denn eigentlich jetzt? Unseren äußeren Rahmen oder Raum haben wir ja hinter uns gelassen, unausgesprochene Probleme sind treu ins Reisegepäck geschlichen. Nun stehen wir vor uns und müssen uns doch auch erst wieder finden. Zeit genug haben wir!

Wir sind ein Stück weiter…

– einen Entwicklungsschub bei Frida: auf einmal läuft, springt und wandert sie wie ein kleines Einhorn (vorher waren ihre Beine immer „kaputt“ und konnten nicht laufen und sie musste viel getragen werden)

– auch Greta durchläuft so ihre Phasen, sie fängt an zu erzählen, wenn sie mal die Gelegenheit bei ihren Schwestern bekommt und freut sich über die Laute, die sie von sich gibt. Derzeit steckt sie (hoffentlich) auch wieder oder noch in einer Wachstumsphase, da die Nächte grad wenig Schlaf haben und viel gestillt werden muss. Hoffentlich deswegen, weil Phasen ja auch wieder vorübergehen und ich mir dann wieder gute Nächte wünsche

– Lina ist in einer beeindruckenden Phantasiewelt. Sie hat mir auf unserer  Wanderung auf dem Rückweg sicherlich eine halbe Stunde etwas aus ihrer Welt erzählte, Erlebnisse unserer Reise ausgemalt mit ihrer Phantasie-unglaublich schön zum zuhören!

– geographisch sind wir auch wieder ein Stück weiter, derzeit in den Blue Mountains (im “hinterländ“ von Sydney) auf dem Runterweg Richtung Melbourne

– Olaf ist, was seinen Computer angeht auch ein Stück weiter-so hofft er. Er hatte schließlich 1,5 Tage „für sich“, die er gezwungenermaßen im apple Shop verbracht hat. Allerdings sieht er es irgendwie nicht so als einen day off…

– auch ich bin ein Stück weiter. Mir kam letzte Wocge verstärkt die Frage, warum machen wir jetzt eigentlich diese Reise? Natürlich haben wir uns das auch schon zu Hause in der Theorie überlegt, aber da waren wir auch noch nicht unterwegs und haben nicht das Vermissen unserer Familien und Freunde in uns getragen.

Für mich gab es zwei Schlüsselerlebnisse bisher: auf Bali trafen wir eine wunderbar herzliche alte Dame aus England – ins Linas Worten eine tolle Oma – die sehr an den Mädels interessiert war. Zum Abschied sagte sie zu Lina unter anderem einen Satz, der mich sehr berührte: ich wünsche dir ein wundervolles Leben!

Das zweite Erlebnis waren die kleinen Schildkrötenbabys, in deren Leben wir ganz kurz stille Zuschauer und Begleiter sein durften, bis sie im dunklen Meer verschwanden.

Es zeigte mir so deutlich, dass unser Leben endlich ist. Wir haben es jetzt, jede Sekunde tragen wir in uns und genau das ist es: wir leben! Wir entfernen uns auf dieser Reise Stück für Stück vom Funktionieren, lassen den Alltag hinter uns, von dem wir uns so begrenzen lassen haben und das wesentliche oft nicht mehr gesehen haben.

Stück für Stück.. und Vermissen und Heimweh werden ein schöner Begleiter, den wir gerne in uns tragen!

Mon Repos

Wenn neues Leben entsteht, ist das immer wieder etwas besonderes. Vor 4 Monaten dürften wir es bei der Geburt von unserer inzwischen gar nicht mehr so kleinen Greta erleben und in Mon Repos haben wir es auf ganz andere Weise in der Tierwelt erlebt.

Wir dürften dabei sein und Anteil haben, wie ca. 80 Babyschildkröten sich aus ihrem Nest, tief im Sand des Strandes vergraben, freigebuddelt und auf ihre Reise ins Meer und zu ihre zukünftigen Wohnstätten gemacht haben.

Für uns war es unglaublich berührend Zeugen zu sein, wie die ersten Schildkröten in der Dunkelheit sich zur Oberfläche durchgegraben und dann auf die Suche und den Weg zum Wasser gemacht haben. Von Instinkt getrieben steuern Sie auf Licht zu und wir haben Ihnen den Weg zum Meer geleuchtet und automatisch dabei viele natürliche Feinde wie Füchse, Wildschweine und Krebse davon abgehalten, die Schildkrötenbabies in den ersten Minuten ihres Lebens an der Oberfläche bereits zu jagen.

Der Weg wirkte so mühsam, wie sie sich 60cm aus den Sand hochgegraben und dann durch Gestrüpp und über Steine in Richtung Meer gerobbt haben. Mit ihren kleinen Körpern von ca. 5 cm Länge wurden sie dann von den Wellen am Strand erfasst und teilweise mitgerissen oder auch ein paar Meter weiter wieder an den Strand gespült, bis eine weitere Welle sie endgültig im Ozean hat verschwinden lassen.

Und für uns war es sie ein Gefühl von etwas Endgültigem. Wir haben die Schildkröten auf ihren ersten Metern begleitet, vielleicht eine Stunde lang und dabei hat sich ein Gefühl einer Art Bindung entwickelt. Wir konnten ihre kräftigen Flossen spüren, mit denen sie sich durch den Sand vorwärts schieben und einzelne sind auf dem Strand über meine Füße gekrabbelt.

Und dann sind sie auf einmal von einer Welle davongetragen und für immer verschwunden. Das hat uns schon ein wenig sentimental gemacht.

Trotz der nächtlichen Stunden und damit der extremen Müdigkeit unserer Mädls, die sonst schon 2-3 Stunden geschlafen hätten, war es für uns alle wohl eines der intensivsten Erlebnisse auf unserer bisherigen Reise.

Unsere Stationen in Australien 🇦🇺

  • Sydney, Airbnb Appartment
  • Sydney, Kurruba Point bei Kirstin und Declan
  • Narrabeen (NRMA Sydney Lakeside Holiday Park, 3 Nächte)
  • Shelly Beach nördlich von Central Coast (frei, 1 Nacht)
  • Shoal Bay – Zenith Beach im Tomaree Nationalpark bei Port Stephens (2 Nächte frei auf Parkplatz an Zenithbeach und Wanderung zu Leuchtturminsel über spit)
  • Lake Cathie (1 Nacht frei auf unerlaubtem Parkplatz)
  • Port Macquarie (3 Nächte, Port Macquarie Breakwall Holiday Park, Nathalie und Ralf mit Lilli und Ben kennengelernt, Koala-Nursery, Regelwaldrundweg)
  • Arakoon (4 Nächte in Trail Bay Gaol Campground, Wanderung auf „berg“)
  • Woody Head (2 Nächte Woody Head Camping Area, riesige Berge Muscheln bzw. Muschelscherben zwischen den Felsen, mystischer Strand mit Bruchwald)
  • Miami nördlich von Tweed (1 Nacht frei)
  • Über Ipswich (Eisenbahnmuseum) nach Kilcoy (1 Nacht frei auf öffentlichem Campground)
  • Coolum Beach nördlich von Sunshine Coast (2 Nächte auf Campingplatz Coolum Beach Holiday Park mit direktem Strandzugang und Holzweg zu Aussichtspunkt)
  • Rainbow Beach (2 Nächte , Ausflug nach Fraser Island mit 4×4 Offroad Bus 🚌 über den Sandstrand gebrettert)
  • Tin Can Bay (1 Nacht frei im Vorgarten von Anett und David, Delfinfütterung am nächsten Morgen am Hafen, tausende von Krebsen auf den Sandstränden bei Ebbe)
  • Elliot point (1 Nacht frei beim Submarine Lookout)
  • Bargara (2 Nächte frei am Parkplatz am Meer, nur 5m vom Wasser entfernt bei Flut)
  • Skennars Head (6.-8. März in BIG4 Ballina Headlands Leisure Park)
  • Valla Beach (8.-9. März frei an einem Parkplatz am Strand)
  • Port Macquarie (9.-10. März wieder auf dem Campingplatz Port Macquarie Breakwall Holiday Park)
  • Seal Rocks (10.-12. März frei – absolutes Highlight von unseren Stellplätzen bisher, wir haben sogar morgens Delphine im Meer gesehen 😊)
  • Sydney (12.-14. März auf Lane Cove River Camp Site in North Ryde, gezwungener Maßen um das Notebook im Apple Shop in der Stadt wieder zum Laufen zu bringen 😡)
  • 14.-16. März Katoomba – Blue Mountains bei stabilen Wetter und einem interessanten Office zur Registrierung 🧐

  • Kiama Blow hole – wieder zurück am Meer 🌊 (16.-18. März, frei auf dem Parkplatz beim Leuchtturm und Blow Hole, einer natürlichen bis 60m hohen Wasserfontäne)
  • Plan danach: Jervey Bay
  • 31. März – 01. April in traumhafter Bucht am Wild River Creek (Frei, Wanderung durch Wald 🌳 und Sichtung unserer ersten freien Koalas 🐨 !!!!😊)
  • 01.-02. April in den Bergen oberhalb Apollo Bay: Einladung von Nicola und Garth Davis mit Ihnen und ihren Freunden auf ihrem Grundstück zu Essen und Campen: ganz tolle, liebenswürdige und Interessante Menschen, er Filmdirektor/Regisseur u.a. von Kinofilm Maria Magdalena; traumhafter Blick in die Berge und aufs Meer, viele viele Kängurus auf dem Weg hoch und Kontakt mit Blutegeln an Fridas Füssen und unserem Camping Stuhl 😉)
  • Port Campbell (02.-05. April auf Camping Platz, von dort aus Ausflüge zu Gibson Steps, den Twelve Apostle, Loch Ard Gorge, Razorbacks, Thunder Cave, London Bridge, …)
  • Noch einmal eine Nacht auf dem Autobahnparkplatz BP Tankstelle in der Nähe von Geelong, wo wir am Hinweg schon standen (05.-06. April)
  • Melbourne (06.-08. April auf Campingplatz im Norden von Melbourne; Ausflüge in die Innenstadt und an den Strand nach St. Kilda; 08.-09 April Umzug in Ciloms Airport Lodge am Flughafen Tullamarine zur Abgabe des Camper Vans und zum Abflug am 9.4 abends)
  • Flug mit Jetstar nach Christchurch vom 09.-10. April

Immer noch im Camper

Mittlerweile liegt die größte Bewährungsprobe hinter uns: 2,5 Tage Regen, also richtiger Regen!

Das schöne: es war nicht kalt, nur nass. Das herausfordernde: wir alle 5 im Camper, nasse Klamotten ohne Ende, fehlende Aufhängekapazitäten, etwas dünne Nerven meinerseits.

Ein tolles Eisenbahnmuseum hat es uns allerdings etwas erleichtert (immerhin bis zu dem Punkt, an dem Fridi ihren Wutanfall bekam, da sie nicht die gelbe Warnweste mitnehmen durfte).

Wir haben die Zeit auch zum weiterfahren genutzt und sind mittlerweile nördlich von Brisbane, sind mal von der Küste abgebogen ins Hinterland (auch das heißt hier hinterland), waren von der Weite und der Größe beeindruckt, auch von der grünen strahlenden Natur, der Einsamkeit, die mich allerdings immer wieder etwas befremdet.

Die Mädels sind super Auto gefahren, vielleicht waren sie froh mal nicht draußen zu sein. Sie haben die „Indoorzeit“ genossen. Zwischendrin haben wir Barbecue im Regen gemacht und am Abend flying Foxes beobachtet.

Also, wir denken, diese Bewährungsprobe haben wir bestanden und sind ein Stück weiter mit unserem Bus „gewachsen“.

Morgen steht ein Ausflug nach Fraser Island bevor, unser erster Ganz-Tages-Ausflug mit Start um 7:30. Bis auf die Flugtage leben wir größtenteils ohne Termine, mit nur wenig Zeitvorgaben von außen, was sehr schön ist. Jeder Tag im neuen Licht, jeder Tag ein neuer Reisetag. Uns geht es sehr gut, auch wenn es gerade für mich ein auf und ab ist, wir kommen an unsere eigenen Grenzen (ich zumindest!), haben Konflikte, versuchen sie zu lösen und weiterzugehen. Es fühlt sich gut an, manchmal kommt ein Flow, und dann verpassen wir auch wieder eine Welle und landen im Wasser. Aber es zieht uns nicht zurück. Wir sind zusammen und manchmal gelingt es uns auch einfach zu beobachten und lassen uns von den Kinderaugen leiten hin zu tollen Muscheln, Sand schaufeln, Phantasiespielen und kleinen Krabbeltieren.

Und es macht uns glücklich Nachrichten aus der Heimat zu bekommen!

 

Das Camperleben zu fünft…

… ist abenteuerlich, eng, gemütlich, nervig, sandig, lustig, in der Natur, ruhig, anstrengend, leise, abwechslungsreich, unabhängig, warm… und  in erster Linie etwas chaotisch würd ich nach anderthalb Wochen behaupten!

Es ist toll. Gerade an Tagen wie heute: unsere direkten Nachbarn sind die Kängurus, wir haben einen wahnsinns Sternenhimmel, Blick aufs Meer, hören im Dunkeln das Meeresrauschen… und trotzdem fühlt es sich für mich auch immer wieder anstrengend an. Ich bin oft am suchen, bekomme manchmal einen Rappel, wenn wir alle 5 im Camper sitzen (zum Glück hatten wir bisher erst einen Regen/Gewitter-Abend), es dauert zu fünft vieles oder alles 3 Mal so lang, Olaf und ich lernen viele Toiletten kennen und verbringen mit den Mädels an manchen Tagen gefühlt Stunden darin, bis alle mal alle Geschäfte erledigt haben, bis wir nach dem Frühstück am Strand ankommen, hat der erste schon wieder Hunger, schlechte Laune oder ist müde. Eigentlich normaler Alltag, aber ich muss für mich noch meinen Rhythmus finden bzw. wir auch unseren gemeinsamen. Mir fallen die Platzwechsel auch noch nicht so leicht, ich habe jetzt gelernt, dass auch ich eine Ankommensphase habe, die oft eine Nacht braucht, bis ich mich wohl oder ruhiger fühle – bis ich die schönen Dinge wieder sehe und wertschätzen kann.

Greta ist übrigens das entspannteste Campingbaby überhaupt!! Total super!

Und wie ist Australien:

Sydney ziemlich windig, eine Surfer- und Barbecue-Nation, warm, freundlich, tolle Strände, manchmal wirkt es verlassen, die Leute sind eben nicht auf den Straßen oder in ihren Gärten zu sehen (es gibt oft genug gar keine Gehwege), auf den Highways fahren auch Rennradfahrer oder es laufen die Jogger, manchmal sehr trockene Abschnitte und dann wieder wilder Regenwald bis zum Strand, eine tolle Vogelwelt gibts hier, es wirkt alles sehr korrekt und geregelt, groß…

 

Sydney empfängt uns kalt und windig

Wir sind in Australien angekommen mit viel zu wenig Schlaf, denn unser Flug war nachts. Das hat den Vorteil, dass unsere Mäuse schlafen, wir allerdings nicht… Aber Lini durfte sogar nach der Landung zum Pilot vor und ich somit auch – sehr spannend! Im Cockpit war ich noch nie!

Sydney hat uns mit ziemlich kalten Wetter, Wind und eisigen Taxipreisen empfangen. Wir waren etwas wehmütig und ich wollte ehrlich gesagt zurück nach Bali!

Unsere Unterkunft in einem Vortort von Sydney zeigte sich anfangs sehr schön, sie erinnerte mich gleichzeitig an mein WG-Zimmer aus Hannover und an ein dänisches Ferienhaus, Lina erinnerte sie an unser Haus in Holzkirchen. Es kam allerdings noch zu einem Zwischenumzug zu einer ehemaligen Arbeitskollegen von Olaf aufgrund ungeklärter ziemlich lauter Störgeräusche im Haus, vermutlich aus irgendwelcher alten Wasserleitungen… einerseits leider, denn es war schnell zu unserem neuen Reich geworden, andererseits haben wir durch den Umzug upgegradet und befanden uns auf einmal in erster Reihe am Wasser mit Blick auf die Habour Bridge. Ganz unverhofft!

An unserem ersten Tag haben wir übrigens auch gleich unseren Campervan gefunden – gemietet und nicht gekauft! Gut so!

Sydney als Stadt hat uns gut gefallen, es ist toll, weil es so viel Wasser um sich herum hat, die Fähren somit als öffentliche Verkehrsmittel gelten und es einige Strände rund um die Stadt bietet.

Natürlich haben wir auch die Oper angeschaut ( finde ich allerdings aus nächster Nähe sehr hässlich, aber mit der richtigen Entfernung und Sonneneinstrahlung hat es schon eine gewisse Wirkung). Beeindruckt hat uns der botanische Garten, in dem es tolle Bäume hat, an denen wir uns nicht satt sehen konnten.

Mittlerweile haben wir Sydney schon hinter uns gelassen und stehen mit unserem Campervan weiter nördlich der Stadt auf einem Campingplatz am Strand!

Wie ist es uns ergangen bisher in Down under: zwischendrin waren wir schon etwas down under – die fehlende Nacht durch den Flug steckte Olaf und mir ziemlich in den Knochen und wir waren einfach müde und somit nicht sonderlich entspannt.

Die Mädels haben dass Stadtleben wieder echt super miterkundet: Zug und Fähre fahren, die Stadtparks, durch Down Towns Straßen, Rush hour am Bahngleis mit Bollerwagen und schlafender Frida drin. Greta fand den Wind nicht immer toll, auch hat sie zwischenzeitlich von ihrem 10h Nachtschlaf etwas Abstand genommen, aber es passiert auch grad mit ihren nun 3 Monaten auch eine Menge. Sie strahlt und lacht, beobachtet Ihr Umgebung, fängt an sich zu drehen (versucht es zumindest) und möchte beschäftigt werden.

Für mich war Sydney gut, aber als Großstadt auch wieder recht laut – das strengt mich etwas an. Allerdings war es auch schön kleine gemütliche Cafés zu entdecken (von außen versteht sich, es fehlten durchweg die Kinderecken😉) und die Stadt zu erleben. Denn das haben wir! Nach einer Woche drängte es mich nun raus aus der Stadt, rein in unseren Campervan.

Und auch da sind wir uns gerade am anfreunden, ankommen, zur Ruhe kommen…

Immer noch auf Bali

… und wir können auch schon sagen, dass wir gern noch länger als die 2 Wochen hier bleiben würden. Es ist ein schönes Leben hier – wie gesagt alles langsamer, ruhiger und die Menschen wirken zufrieden, sind sehr freundlich und hilfsbereit ( nicht nur, wenn sie einen in ihr Shop locken wollen).

Die Ausflüge haben uns mittlerweile ein bisschen was vom Land gezeigt, allerdings eher im kleineren Umkreis – hier braucht man für 15 Kilometer eine Stunde… also, bleibt genug Zeit um aus dem Fenster zu schauen. Den Straßenverkehr hab ich allerdings bis jetzt noch nicht verstanden – für mein Verständnis völlig chaotisch, aber es funktioniert trotzdem oder gerade deswegen… An den Straßen reiht sich ein Geschäft nach dem nächsten, oft auch 10 nebeneinander vom gleichen Gewerbe, zwischendrin immer kleine Essens- oder Obststände und nicht zu vergessen die Tankregale mit 1-Liter-Benzinflaschen für die Roller, denn die gibts hier ohne Ende –  letztendlich ist man mit einem Roller auch viel mobiler und schneller, denn Parkplätze oder gar Gehwegen sind praktisch nicht vorhanden und auf einen Roller passt schließlich auch die ganze Familie!

Es hat hier eine tolle Natur, grüne Reisfelder, dichter Regenwald, viele Kokosnuss-Palmen, Bananenpflanzen, eine bunte Blumenwelt – diese kräftigen Farben sind beeindruckend schön! Wir haben auch einen tollen Wasserfall besucht – leider war es nur nebenbei total vermüllt. Das ist das traurige – überall Plastikmüll!

Wie ist es uns bisher weiter ergangen? Ich  finde gut, jeder findet auch Zeit für sich und merkt es, wenn er sie braucht. Wir finden gute Absprachen und wie es viele vielleicht auch kennen: sind die Kinder zufrieden, sind es die Eltern auch. Und unsere Mädels wirken sehr glücklich, unser Spielzeug haben wir bisher so gut wie nicht gebraucht, außer das Sandspielzeug! Es gefällt uns allen, dass das Leben hier draußen stattfindet und wir so intensiv die Zeit miteinander – mit uns – erleben dürfen!

Und Schnee können wir uns definitiv grad nicht vorstellen!

Gestern waren wir zu Linis „Sommer“-Geburtstag hier im Zoo – auch wieder ein Erlebnis der Gegensätze. Ein Riesengelände mit einem neueren Teil, zu dem ein Safaribus fährt – allerdings sieht man auch von dem die Tiere nicht besser, denn es waren teilweise gar keine da. Mir wird Fridas Satz in Erinnerung bleiben: „sieht gar nichts“.  Der älteren Teil beeindruckt mit großen Krokidilen, Papageien und Gibbon-Affen, gefühlt jede 5 min ein Restaurant oder Snackstand. Allerdings fehlten dafür die Besucher. Wir haben wohl den Besucher-Zeitrekord aufgestellt, denn wir waren am Abend die letzten (schließlich mussten wir die Tiere suchen bzw. haben uns im Hinweisschilder-Dickicht etwas verlaufen). Aber trotz allem ein tolles Erlebnis mit Elefanten streicheln!!!

Nun bleiben uns noch 3 Tage und dann gehts nach Sydney…

Bali – eine Insel der Gegensätze

Wir sind mittlerweile (schon) seit 6 Tagen auf Bali und fühlen uns hier sehr wohl!

Der Flug hier her ging sehr gut, den haben alle mehr oder weniger verschlafen! Mit dem Taxi gings dann ins Hotel – ein kleiner Einblick wie der chaotische Straßenverkehr doch irgendwie funktioniert😉

Der erste Tag war stimmungsmäßig sehr durchmischt. Auch hier brauchten wir erst einmal unsere Zeit zum ankommen, zurechtfinden, wohl fühlen. Das haben wir dann auch bis zum nächsten Tag geschafft und haben uns tempomäßig an die balinesische Bevölkerung versucht anzupassen – alles etwas langsamer (selbst die Kaffeemaschine läuft hier langsamer).  Verständlich bei den Temperaturen, wobei gerade Regenzeit ist und wir zwischendrin bei warmen Sommerregen etwas abkühlen. Da können dann aber auch Regenmassen vom Himmel kommen – die Dachrinne unseres Bungalows hat denen nicht standgehalten.

Das langsame Tempo ist allerdings auch die Herausforderung, das Nichts-tun, wobei ganz ehrlich: wann tut man mal nichts mit den drei Ladys!? Es ist auch das Annehmen, von dem, was grad ist, wie es ist, das schöne zu sehen, zu beobachten und dann fällt auf, wie gegensätzlich sich Bali zeigt. Es gibt die Luxushotelanlagen zwischen leer stehenden und langsam herunterkommenden Gebäuden, Strandabschnitte, die sehr gepflegt sind und dann wieder Ecken mit Müll und Dreck, überall findet und sieht man die Opfergabenschalen an den Statuen und kleinen bis größeren Tempeln, die am Tag mehrfach verteilt werden, aber auch die, die schon leicht verrotten. Und dann ist es wiederum nicht selten zu sehen, einzelne Balinesen mit kleinen Besen kleine Bereiche zu kehren, wo der Unterschied vielleicht im Großen und Ganzen nicht auffallen würde.

Wir werden uns weiter üben im LangsamSein, versuchen loszulassen und freuen uns über die kleinen Dinge wie unserem Gecko in der Klimaanlage und lustig winzigen Strandkrebsen!

 

Jetzt sind wir unterwegs – Singapur

Unser erstes Ziel ist erreicht – wir sind gut in Singapur angekommen.

Verschnupft wie wir alle waren und noch teilweise sind, sind wir am Mittwoch ins Flugzeug gestiegen. Der erste Flug nach Frankfurt war sehr turbulent, voll und stressig. Da war der Langstreckenflug (wir sind übrigens auf die Minute genau zum Boarding erschienen mit zwei sehr übermüdeten Mäusen) eine wahre Wohltat – kein Ruckeln, keine Übelkeit und schlafende Kinder (Frida hat noch nicht einmal den Start mitbekommen).

Nach der Landung gings ab ins Hotel – in unsere Luxusunterkunft😉 und ziemlich bald ins Bett, wobei Greta sich am meisten über den neuen Schlafrhythmus beschwert hat. Ab 2 Uhr nachts waren wir dann alle wieder wach – zum Glück hatten wir noch Semmeln und Brez’n von zuhause dabei, sonst hätten wir ernsthafte Probleme mit den Mäusen bekommen…

Nun haben wir in der Zeit schon die roof top Terrasse bestaunt mit super Whirlpool vom Marina Bay Sands Hotel, die artificial trees und den Garden by the bay mit toller lichtschau, sowie Richtung Downtown nach Clarke Quay um (noch) lebende King Crabs zu bestaunen.

Mittlerweile haben wir auch schon unser Quartier downgesized in ein privates Zimmer bei dem völlig zum Unverständnis von Lina das ganze Badezimmer als Dusche benutzt wird („alles nass“).

nun steht noch die Insel Sentosa an und eventuell der Zoo.

Für uns ist es immer wieder wie im Traum nun unterwegs und hier zu sein, auf unserer Reise. Manchmal können wir es kaum glauben. Wir sind teilweise geplättet von allem Neuen um uns herum … und genießen unsere ZEIT!  und Frida und Lina lieben ihren Bollerwagen und ernten interessierte Blicke!

Aber es ist auch nicht alles rosarot. Unser Schlafrhythmus ist völlig verquer – die Mädels sind manchmal völlig übermüdet und Frida schläft abends ihren Mittagsschlaf im Bollerwagen…

Die Food Courts überfordern mich total mit zu vielen Menschen und viel zu laut und hektisch und für unsere Mädels eher eine Herausforderung was zu essen zu finden und auf einen Kaffee zum Frühstück haben wir es auch noch nicht geschafft! Also, wir sind gespannt, wie wir unser weiter in unser Reiseleben einfinden und überlegen jetzt schon unser Gepäck zu verschmälern!

Bis bald ihr Lieben!

Homeless … jetzt sind wir unser Zuhause

Seit 2 Wochen leben wir nun aus Taschen, umringt von einer kleinen Anzahl an Kisten, die es noch nicht in den Keller geschafft haben. Zu Gast bei den Großeltern, erst in Oberbayern und nun in Augsburg. In einer Woche sind wir bereits in Singapur. Kaum zu glauben! Abe dafür ist das Tempo auch grad noch zu hoch.

Der Umzug bzw. Auszug aus unserem Haus hat uns alle ziemlich geschlaucht und wir waren danach physisch und psychisch ziemlich angefressen. Das Abschiednehmen von unserem Zuhause war allerdings sehr positiv. Endlich konnten wir mal durch die Räume fetzen und tanzen. Es war soooo viel Platz und wir hatten alle Spaß! Unglaublich, dass wir das Haus überhaupt leer bekommen haben. Aber wir hatten ganz tolle Umzugshelfer!!!

Nun haben wir Gast-Status. Das strengt immer mal wieder etwas an, und wir sind zudem auch grad für die Großeltern eher chaotische Gäste, die noch immer zu viel Ballast mit sich herum schleppen. Von daher steigt die Freude auf ein schmales Reisegepäck … mal schauen, wie schmal wir es schaffen … an den Haaren haben wir ja schon mal gespart😉

Wir haben uns auf unseren Weg gemacht. Ein gutes Gefühl! Trotz der Anstrengung haben wir nicht einen Moment an unserem Vorhaben gezweifelt! Jetzt sind wir 5 unser Zuhause – völlig ortsunabhängig.

Also, der Abflug naht und noch sind wir 5 mehr oder weniger im Krankenlager! Auch das nehmen wir aus dem Winter hier noch mit. Aber andererseits senkt es auch das Tempo vor dem Abflug – sicherlich nicht verkehrt! Und bis zum Abflug werden wir alles schaffen zu erledigen, davon bin ich überzeugt!

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